HCB Görtschitztal Kärnten – Betroffene entschädigen

Die Sachverständigenkanzlei European Court Experts beraten in Entschädigungsfragen

Anbei Einschätzungen der HCB Auswirkungen von Greenpeace

EU Konsulent und Gerichtssachverständiger Dr. Johannes Ausserladscheiter, European Court Experts

EU Konsulent und Gerichtssachverständiger Dr. Johannes Ausserladscheiter, European Court Experts

Wie giftig ist HCB wirklich?
HCB gehört zu den zwölf gefährlichsten Industriechemikalien überhaupt. Es kann u.a. Krebs auslösen, aber auch die Leber und das Hormonsystem beeinflussen. Es ist auch deswegen besonders gefährlich, weil es persistent (langlebig, schwer abbaubar) ist und sich in Organismen anreichern kann. Eine länger dauernde Aufnahme von jeweils geringen Mengen kann dabei problematischer sein als eine einmalige hohe Aufnahme.
Was könnten die gesundheitlichen Folgen im Görtschitztal sein?
Unmittelbare, akute Erkrankungen können aufgrund der gefundenen HCB-Konzentrationen ausgeschlossen werden.

Alle in den Fall involvierten Umweltmediziner und Krebsexperten gehen außerdem davon aus, dass die Gesamtmenge an HCB keinen Krebs verursachen kann. Die maximale Dauer der Aufnahme ist mit rund zweieinhalb Jahren – in Kombination mit den maximal gefundenen Konzentrationen in Lebensmitteln – dafür zu niedrig. Andere Auswirkungen, etwa auf den Stoffwechsel (Leber) oder das Hormonsystem, können jedoch noch nicht ausgeschlossen werden – dazu fehlen jedoch genauere Daten über die HCB-Aufnahme bzw. auch die Ergebnisse der Bluttests.

Der renommierte Umweltmediziner OA Assoz.-Prof. DI Dr. med. Hans-Peter Hutter warnt zudem vor psychischen Folgeerscheinungen für die Bevölkerung bedingt durch die extreme Stresssituation in Kombination mit (medialen) Verurteilungen.
Können Säuglinge trotzdem gestillt werden?
Zu dieser Frage erklärte Assoz.-Prof. Hans-Peter Hutter bei der Informations-Veranstaltung in Brückl, dass trotz möglicherweise leicht erhöhten HCB-Werten in der Muttermilch gestillt werden kann. Die Vorteile des Stillens für die Gesundheit des Kindes überwiegen bei weitem die eventuellen Nachteile durch höhere Belastung mit Pestizid-Rückständen. Nur bei – aus heutiger Sicht nicht zu erwartenden- extrem hohen HCB-Werten würde er davon abraten.

imageEine abschließende Beurteilung kann jedoch erst getroffen werden, wenn eine größere Anzahl an Muttermilch-Testergebnissen vorliegt.
Wie kontaminiert ist das Tal?
Welche Menge an HCB ins Zementwerk bzw. aus dem Zementwerk in die Umwelt gelangt sind, ist noch immer unklar. Die Schätzung des Landes Kärnten, dass knapp eine Tonne HCB ins Werk gelangt ist, hält Greenpeace für zu niedrig. Entgegen ursprünglichen Informationen wurden in der Deponie doch Fässer mit „Restinhalt“ an HCB gefunden, die in die Sondermüllverbrennungsanlage Simmering geschickt wurden.

Greenpeace schätzt daher, dass ein paar Tonnen HCB ins Werk gelangt sind, wie viel davon über die Schornstein entwichen ist, bleibt ebenfalls unklar. Wichtiger ist jedoch die Frage, wie stark Böden und Lebensmittel mit HCB belastet worden sind.

Nach Vorliegen aller Greenpeace-Testergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass zum Glück andere Umweltgifte keine große Gefahr darstellen. In allen Greenpeace-Milchproben wurden keine anderen Chlorkohlenwasserstoffe aus der Deponie gefunden. Diese haben offenbar den langen Weg vom Zementwerk in die Milch nicht überlebt.

Auch Dioxine, Dioxin-ähnliche PCBs und nicht-Dioxin-ähnliche PCBs wurden entweder nicht nachgewiesen oder sind in der Größenordnung der üblichen Hintergrundbelastung vorhanden.

Blaukalk Deponie, Görtschitztal

Blaukalk Deponie, Görtschitztal

Das Land Kärnten hat jedoch in Spinat und Zuckerhut Spuren von Quecksilber gefunden, in keiner der Greenpeace-Milchproben war es jedoch nachweisbar, und auch in allen anderen amtlichen Proben wurde Quecksilber bislang nicht gefunden. Es ist daher auch von keinem großen Quecksilber-Problem auszugehen.
Wie ist das Gift in die Umwelt gelangt?
Die Wietersdorfer Zementwerke haben bereits zugegeben, HCB-Emissionen verursacht zu haben. Das Unternehmen hatte den Auftrag von der Donau Chemie übernommen, den Inhalt der Giftmülldeponie in Brückl zu entsorgen. Diese besteht überwiegend aus Kalk („Blaukalk“), der als Ersatzrohstoff dienen hätte sollen, mit hochtoxischen Verunreinigungen, darunter HCB. Diese Chemieabfälle wurden bis 1981 auf der Brückl-Deponie abgelagert und stellen die gefährlichste Giftmülldeponie Österreichs dar.

Die Umweltgifte hätten bei 1000 Grad im Drehrohrofen des Zementwerkes zerstört werden sollen. Tatsächlich wurde der Blaukalk jedoch bei nur rund 400 Grad in den Ofen eingebracht. Dabei sind große Mengen der Gifte verdampft und über den Schornstein entwichen, anstatt zu verbrennen.

Besonders tragisch ist, dass die falsche Verwertung des Blaukalks über 2 ½ Jahre nicht bemerkt worden ist.

Zwischenzeitige Gerüchte, dass auch Bauern den belasteten Kalk als Dünger verwendet haben, wurden vom Land Kärnten bereits widerlegt.
Wer trägt die Verantwortung?
Der Verursacher der Verschmutzung sind nach derzeitigem Stand die Wietersdorfer Zementwerke. Diese haben auch bereits den Fehler eingestanden und sich bei der Bevölkerung entschuldigt sowie Schadenersatzzahlungen angekündigt bzw. zum Teil bereits geleistet (was ungewöhnlich ist für ein Unternehmen).

imageDie Kärntner Behörden tragen jedoch ebenfalls eine große Mitverantwortung. Es ist uns unverständlich, wieso der Firma im Jahr 2010 keine einzige spezifische Auflage für die Verwertung des Blaukalks erteilt worden ist (sprich keine Mengenbegrenzung, keine Messungen etc.). Auch ist es nicht nachvollziehbar, warum die Behörden den Einsatz dieses Blaukalks bei zu niedriger Temperatur bei keiner einzigen Betriebskontrolle bemerkt hatten.

Die Tatsache, dass Teile der Behörden seit Frühling 2014 von HCB-Funden wussten und keine ausreichenden Maßnahmen gesetzt haben, hat dazu beigetragen, dass das Problem noch größer geworden ist.
Was soll mit dem noch vorhandenen Giftmüll auf der Deponie in Brückl passieren?
Die Errichtung einer dauerhaften, modernen Giftmülldeponie in Brückl stellt für Greenpeace keine Lösung dar, da es keine Garantie geben kann, dass die Deponie für die nächsten Generationen sicher ist.

Um HCB zu zerstören, braucht es jedenfalls Temperaturen von über 900 Grad, je mehr desto besser.

Eine Entsorgung des gesamten Deponieinhaltes in der Sondermüllverbrennungsanlage in Wien-Simmering ist ebenfalls keine Lösung, da der Kalkschlamm nicht brennt und daher von einer Tonne Kalkschlamm, die „verbrannt“ wird, am Ende wieder rund 999 Kilo Abfall übrigbleiben. Simmering ist daher nur eine Lösung für die stark belasteten Kalkschlammteile der Deponie.

Nach derzeitigem Wissensstand könnte ein Zementwerk auf dem modernsten Stand der (Umwelt)technik imstande sein, tatsächlich HCB zu zerstören. Mindestvoraussetzungen dafür sind, dass das Material direkt in die heiße Brennkammer eingebracht werden kann, und es eine zusätzliche heiße Abgasreinigung gibt (z.B. Nachverbrennung der Abgase).

Beide Voraussetzungen sind in Wietersdorf derzeit nicht vorhanden.

Wenn es Zementwerke gibt, die diese Voraussetzungen erfüllen, könnte Greenpeace einem strengstens behördlich und öffentlich überwachten Verwertungsversuch zustimmen, bei dem HCB mit der besten verfügbaren Analysemethode im Rauchgas gemessen wird.

Theoretisch könnte natürlich auch w&p in Wietersdorf massiv investieren und imstande sein, das Material ökologisch verträglich zu verwerten. Angesichts der Geschichte dieses Tals würde Greenpeace jedoch dafür eine Zustimmung der Bevölkerung als Voraussetzung erachten!

Die Transportkosten des Deponiematerials in ein anderes Bundesland dürfen bei der Entscheidung keine Rolle spielen!
Was soll mit den HCB-belasteten Futtermitteln geschehen?
Um HCB zu zerstören, braucht es sehr hohe Temperaturen von bis zu 1000 Grad Celsius. Das Land Kärnten hat noch keine konkrete Lösung gefunden und lässt das Futtermittel daher zwischenlagern. Wenn die Zwischenlagerung derart erfolgt, dass kein Futtermittelstaub entweichen kann, stellt sie auch kein Problem dar.

Am wahrscheinlichsten ist eine Entsorgung in einer geeigneten Verbrennungsanlage. Die Sondermüllverbrennungsanlage Wien-Simmering als einzige derartige Anlage in Österreich wird vermutlich aus Kapazitätsgründen nicht imstande sein, die 40.000 Tonnen Futtermittel zu verbrennen.

Aus Greenpeace-Sicht muss dafür eine Verbrennungsanlage mit zwei unabhängigen heißen Zonen (also z.B. heiße Brennkammer und heiße Rauchgasnachverbrennung) und einer Rauchgasreinigung nach dem neuesten Stand der Technik gefunden werden. In jedem Fall muss vorab ein streng überwachter Verbrennungsversuch mit umfassenden HCB-Messungen in Rauchgas, Asche und Filterkuchen durchgeführt werden. Die maximal tolerierbare HCB-Emission im Rauchgas sollte sich an den Emissionen der Sondermüllverbrennungsanlage Wien-Simmering orientieren (ca. 1 Nanometer pro Kubikmeter Abgas).
Gibt es Grenzwerte für HCB? Wie sicher sind diese?
Es gibt einen Grenzwert für HCB in Milch. Dieser beträgt 10 Mikrogramm pro kg Rohmilch, gerechnet auf 4 % Fett. Dieser Grenzwert legt fest, bis zu welcher Konzentration Milch verkauft werden darf.

Aufgrund der Giftigkeit von HCB ist dieser Grenzwert jedoch nicht 100 % sicher. Vor allem eine oftmalige Aufnahme von HCB stellt ein Risiko dar, während bei gelegentlicher Aufnahme von Milchprodukten mit leichten HCB-Rückständen ein geringeres Risiko ausgeht.

Generell gilt, dass Kinder, Schwangere und stillende Frauen besonders gefährdet sind.

Auch für Fleischwaren und andere fetthaltige Lebensmittel gibt es jeweils verschiedene Grenzwerte.
Darf ich Milchprodukte aus der Gegend konsumieren?
Derzeit gibt es keine Milchprodukte aus dem Görtschitztal zu kaufen. Es besteht die Hoffnung, dass die Heuernte 2015 wieder in Ordnung ist und in Folge auch die Milchvermarktung wieder aufgenommen werden kann. Klarheit darüber wird es jedoch erst im Laufe der nächsten Monate geben.
Wurde das Gift von den Menschen aufgenommen?
Grundsätzlich kann HCB vom Menschen aufgenommen werden. In welcher Menge das in Kärnten passiert ist, wissen wir noch nicht. Die Behörden führen bereits Blutuntersuchungen durch, um Rückschlüsse auf die tatsächliche Belastung zu bekommen.
Sind Bluttests sinnvoll?

European Court Experts, International tätige Sachverständigenkanzlei Dr. Ausserladscheiter

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Greenpeace hält Bluttests für sinnvoll. Es muss jedoch jeder Mensch für sich entscheiden, ob man Sicherheit haben will oder lieber mit einer gewissen Ungewissheit leben möchte. Grundsätzlich ist es wichtig, über Bluttests rasch Rückschlüsse auf die tatsächliche Belastung zu bekommen. Besonders relevant ist es, rasch Klarheit zu bekommen, ob Kleinkinder einer erhöhten Belastung ausgesetzt worden sind – denn diese trinken pro kg Körpergewicht üblicherweise viel mehr Milch als Erwachsene.
Was bedeutet der Referenzwert, der in Zusammenhang mit Blutproben genannt wird?
Vereinfacht gesagt: Der Referenzwert ist jener Wert, der von 95% der Allgemeinbevölkerung unterschritten wird.

Der Begriff Grenzwert ist in diesem Zusammenhang nicht richtig. Der Referenzwert ist ein statistisch ermittelter Wert, der die Grundbelastung kennzeichnet und herangezogen wird um Messwerte von Einzelpersonen oder Personengruppen als „erhöht“ oder „nicht erhöht“ einzustufen. Er dient zur Beurteilung, ob Personen oder Personengruppen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung mit einem Schadstoff besonders stark belastet sind. Eine umweltmedizinische-toxikologische Bewertung von Belastungssituationen ist anhand von Referenzwerten nicht möglich. Eine Überschreitung des Referenzwertes bedeutet nicht automanisch eine Gesundheitsgefahr, ebenso wie eine Unterschreitung des Wertes nicht beweist, dass die Gefahr ausgeschlossen ist.
Was soll man tun, wenn die HCB-Werte im Blut erhöht sind?
HCB kann nach derzeitigem Wissensstand nicht aus dem Blut herausgefiltert werden. Es baut sich jedoch über die Jahre langsam ab, wenn kein neues HCB dazu kommt. Bei erhöhten HCB-Werten wäre es daher sinnvoll, auf die Aufnahme von Lebensmitteln, die geringe Spuren an HCB enthalten können, zu verzichten. Kürbiskernöl enthält zum Beispiel HCB-Spuren aufgrund von Pestizid-Resten im Boden. Darüber hinaus wäre es insgesamt sinnvoll, bei erhöhten HCB-Werten die mögliche Aufnahme von zusätzlichen Risiko-Chemikalien aller Art zu reduzieren (z.B. nur mehr Bio-Gemüse und –Obst essen).

Wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass tatsächlich besonders hohe HCB-Konzentrationen im Blut gefunden werden, wären medizinische Vorsorgeuntersuchungen zu empfehlen.
Wie sieht es mit der Abbaubarkeit von HCB in der Umwelt und im Körper aus?
HCB ist schwer abbaubar. Im Boden geht die Wissenschaft von einer Halbwertszeit von ca. 20 Jahren aus, das heißt, dass in 20 Jahren die Hälfte abgebaut ist.

Auch im Körper ist HCB schlecht, jedoch vermutlich besser als im Boden, abbaubar. Ein Abbau kann jedenfalls erst einsetzen, wenn keine Neuaufnahme mehr erfolgt. In jedem Fall ist davon auszugehen, dass ein Abbau viele Jahre dauert. Es mangelt hier leider an wissenschaftlichen Untersuchungen, um verlässlichere Angaben zu machen. Eine wirkvolle „Entgiftungsmethode“ ist nicht bekannt.
Welche Tests hat Greenpeace durchgeführt? Worauf wurde getestet?
Greenpeace hat insgesamt zehn Milchprodukte mit Milch aus der betroffenen Region untersuchen lassen. Außer HCB wurde dabei auf folgende Umweltgifte untersucht: Quecksilber, Dioxine, Dioxin-ähnliche PCBs, PCBs (Polychlorierte Biphenyle) sowie 16 andere chlorierte Kohlenwasserstoffe (=Inhalt der Giftmülldeponie).

European Court Experts, CEO Dr. Johannes Ausserladscheiter

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Dabei stellte sich heraus, dass HCB eindeutig das Hauptproblem darstellt. Mit Ausnahme der PCBs waren die anderen Chemikalien nicht nachweisbar. Die Konzentration der PCBs war im Bereich der üblichen Hintergrundbelastung.
Die HCB-Ergebnisse im Detail
Sonnenalm Frischmilch mit Ablaufdatum 4.12. enthielt 0,021 mg/kg HCB. Das ist rund das Doppelte des Grenzwertes.

Sonnenalm Bröseltopfen mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 5.12. enthielt 0,065 mg/kg HCB. Dies ist eine Grenzwertüberschreitung um 10 % (bei gemessenem Fettgehalt von 24 %) Sonnenalm Bröseltopfen mit Mindesthaltbarkeitsdatum 7.12. enthielt 0,027 mg/kg HCB. Der gleiche Wert wurde in der Probe mit MHD 2.9.2014 gefunden.

Sonnenalm-Gervais enthielt 0,023 mg/kg HCB. Dies sind bei 12 % Fett rund 75 % des Grenzwertes.

Zwei Rohmilchproben aus Klein St. Paul waren mit 0,035 bzw. 0,027 mg/kg HCB belastet. Beide Proben liegen damit deutlich über dem Grenzwert.

In zwei Schärdinger-Produkten aus dem Werk Klagenfurt (Erdbeertraum und Vanilletraum) war HCB jeweils nicht nachweisbar.

Zusätzlich hat Greenpeace Kürbiskerne aus einem Hausgarten in Wieting testen lassen. Gefunden wurden 0,021 mg/kg HCB, das ist etwas weniger als die Hälfte des Grenzwertes.

In einem Maiwipfelsirup vom Mai 2013 konnte kein HCB nachgewiesen werden, ebenso in einer circa ein Jahr alten Hirschsalami.
Gibt es vergleichbare Fälle in Österreich?
Kontaminierten Blaukalk gibt es unseres Wissens nach in dieser Menge nur in Brückl. Es ist jedoch gängige Praxis, dass alle Zementwerke viele verschiedene gefährliche bzw. problematische Abfälle übernehmen. Derzeit hat niemand einen Überblick über alle Abfallströme und mögliche Emissionen.

Es braucht hier eine umfangreiche Datenerhebung durch alle betroffenen Behörden (Zementwerke gibt es nach unserem Wissensstand in allen Bundesländern außer Wien, Burgenland und Vorarlberg).

Auch das Zementwerk in Wopfing (NÖ) hat ein paar Tausend Tonnen des HCB-hältigen Blaukalks verwertet. Nach den uns vorliegenden Informationen erfolgte dies jedoch mit anderer – besserer – Technologie. Nach Bekanntwerden des HBC-Skandals wurde der Einsatz auch in NÖ gestoppt.
Wo kann auf HCB getestet werden?
HCB in Milchprodukten kann zum Beispiel von der AGESoder der LVA gemessen werden. Auch das Umweltbundesamt kann diese Untersuchungen durchführen. Bei der LVA kostet eine Analyse 183 EUR, die Kosten anderer Labors liegen uns derzeit nicht vor.
Welche Lebensmittel können belastet sein?
HCB ist fettlöslich und kaum wasserlöslich. Daher sind fetthaltige Lebensmittel wie Milch und Fleisch von Heu-fressenden Tieren (Kühe, Wild, Hirsch) besonders betroffen. Da Schweine kaum Heu fressen, ist eine relevante Belastung von Görtschitztaler Schweinen unwahrscheinlich.

Ölpflanzen (Raps, Sonnenblumen, Soja, Kürbis) werden unseres Wissens nach in der betroffenen Region kaum angebaut.

Wässriges Gemüse oder Wasser ist kaum mit HCB belastet. Es besteht jedoch die (geringe) Gefahr, dass noch andere Umweltgifte darin gefunden werden (z.B. Quecksilber im Spinat).

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HCB – Millionenschäden in Kärnten

 

Eine Chronologie der Ereignisse:

Am 26. November wird bekannt, dass im Görtschitztal in Tierfutter und Milch giftiges Hexachlorbenzol (HCB) gefunden worden. Bald gibt es eine heftige Diskussion darüber, wer wann was wusste. Auch die Zukunft der Deponie Brückl, wo der HCB-hältige Blaukalk gelagert wird, steht zur Debatte.

26. November: Agrarlandesrat Christian Benger (ÖVP) lädt zu einer Pressekonferenz und gibt bekannt, dass HCB in Milch und Futter gefund

European Court Experts stellen Schäden fest. Millionenklagen erwartet

European Court Experts stellen Schäden fest. Millionenklagen erwartet

en worden sei. Zunächst heißt es, das Gift sei durch „Emissionen

ungeklärter Herkunft“ in die Luft gelangt. 35 Betriebe seien betroffen, so Benger. Umweltlandesrat Rolf Holub (Grüne) sagt, man habe bereits Ende September davon erfahren und alle Maßnahmen eingeleitet. Die Molkereien der Region sagen, ihre Produkte seien nicht betroffen – mehr dazu in Umweltgift in Milch und Futtermitteln.

Deponiekalk als Ersatzrohstoff
Unter Blaukalk versteht man laut Hartwig Kraiger von GWU Salzburg den Rückstand von Karbidkalk, der durch die Beimengung von Wasser Acetylengas freisetzt. Blaukalk sei an sich harmlos. Die Blaukalke in Brückl seien aber mit verschiedenen Chemikalien verunreinigt, darunter Hexachlorbenzol.

27. November: Es wird bekannt, dass das Gift HCB vermutlich von den Wietersdorfer und Peggauer Zementwerken in Brückl stammt. Dort werden belastete Blaukalke der Donau Chemie AG verbrannt. Die Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf. Laut Donau Chemie verbrennt HCB rückstandslos bei Temperaturen von mindestens 800 Grad. Wietersdorfer habe im Oktober von der Kontamination erfahren, heißt es. Am 7. November ist die Verbrennung eingestellt worden.

Die Affäre lässt die Wogen in der Politik hochgehen. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) soll überhaupt erst am Tag der Pressekonferenz von dem Problem erfahren haben. Die Opposition verlangt Aufklärung. Die Bevölkerung reagiert verunsichert, denn nun werden auch Proben von Hausgärten gezogen. Für die Fragen besorgter Bürger – etwa, ob man Obst und Gemüse, das im Sommer eingekocht wurde, noch essen darf – wird eine Hotline eingerichtet.

Blaukalk ist an sich harmlos. Durch andere Giftstoffe wie HCB ist er auf der Deponie der Donau Chemie AG aber vermischt und damit zu Sondermüll geworden.

 

Landwirtschaft ist mit bislang unabsehbaren Folgen betroffen. European Court Experts stellen Schäden fest.

Landwirtschaft ist mit bislang unabsehbaren Folgen betroffen. European Court Experts stellen Schäden fest.

28. November: Greenpeace übt massive Kritik an den Kärntner Behörden, weil die Abgase der Verbrennung des Blaukalks nicht auf HCB getestet worden sind. Es hätte allen klar sein müssen, dass HCB emittiert wurde. Holub legt noch nach und vermutet weitere Emittenten neben den Zementwerken. Denn HCB entstehe auch bei unvollständiger Verbrennung beim Hausbrand. Eine Sonderprüfung wird angekündigt. Es wird bekanntgegeben, dass getestete Milch frei von HCB sei, nur Futtermittel seien belastet, und zwar in acht Fällen. Das Futter wird vernichtet.

29. November: Die Wietersdorfer Zementwerke geben bekannt, dass der Blaukalk vermutlich mit zu geringer Temperatur verbrannt worden sei und es so zur Kontamination der Luft gekommen sei. Die Abgase seien nie auf HCB getestet worden. In den Vorschriften sei diese Messung nicht angeführt gewesen. Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler sagt, der Verursacher solle den Schaden tragen.

30. November: Der Ruf nach einem Untersuchungsausschuss zur Affäre wird lauter. Es wird versichert, dass Bodenproben unauffällig gewesen seien.

1. Dezember: Die Regierungsparteien treffen sich zu einem Krisengespräch. Laut Landeshauptmann Kaiser gibt es keine aktuelle Belastung in der Luft und keine Gefährdung in Wasser, Boden oder Milch. Die Volksanwaltschaft kündigt eine Prüfung an.

2. Dezember: Der Kärntner Landtag beschließt einen Untersuchungsausschuss zum Umweltskandal unter Vorsitz des BZÖ. 34 Höfe dürfen ihre Milch wieder verkaufen, 13 bleiben unter Beobachtung. Obst- und Gemüseproben seien bisher unbedenklich, heißt es. Umweltlandesrat Holub sagt, es gebe Hinweise auf einen Schwarzhandel mit Blaukalk. Die Donau Chemie sagt, Blaukalk werde als Dünger verkauft, er stamme aber aus einer unbelasteten Deponie.

3. Dezember: Die Geschäftsführung der Wietersdorfer und Peggauer Zementwerke sagt, man habe die Emissionen minimieren und optimieren wollen, dabei sei aber der HCB-Wert gestiegen. Die Futtermittelkontrollen beginnen bei den Betrieben, die erhöhte Werte aufgewiesen haben.

4. Dezember: Die Landessanitätsdirektion empfiehlt, weiterhin keine Milch oder andere Produkte aus der Region zu konsumieren.

5. Dezember: Bei einer Bürgerinformation, zu der die Wietersdorfer Zementwerke einladen, kommt es zu Tumulten, als mehr Menschen in den Saal wollen, als möglich ist. Wietersdorfer entschuldigt sich. Die Wirtschaftskammer schlägt vor, einen Fonds für die Geschädigten einzurichten. Greenpeace fordert, auch auf Chlorwasserstoffe in der Region zu testen. Die Umweltschutzorganisation gibt bekannt, dass bei eigenen Tests sehr wohl belastete Produkte im Handel gefunden worden seien, konkret Topfen und Milch der Marke Sonnenalm – mehr dazu in HCB-Skandal: Tumulte bei Bürgerversammlung.

6. Dezember: Der Betrieb Sonnenalm, in dessen Milch- und Topfenprodukten im Handel überhöhte HCB-Werte gemessen worden sind, stellt die Produktion vorläufig ein. Auch verseuchtes Fleisch wird gefunden, und zwar von Rind, Schwein und Rotwild aus der Region.

8. Dezember: Die Landesregierung beruft eine Sondersitzung ein. Man will auf die zunehmende Kritik am Krisenmanagement mit einer Informationsoffensive reagieren. Die Warnung vor Konsum von Lebensmitteln aus dem Görtschitztal bleibt aufrecht. Die Bevölkerung soll auf freiwilliger Basis Bluttests durchführen lassen, auch Muttermilch soll getestet werden, weil sich HCB in Fett einlagert.

9. Dezember: Das Umweltbundesamt gibt leichte Entwarnung, laut vorliegenden Daten sei die Gefahr für die Bevölkerung nicht so groß. Umweltexperten sagen, durch die Verwendung von HCB als Beizmittel gebe es in ganz Österreich historische Belastungen aus früheren Jahrzehnten. Die Übertragung durch die Luft wie in Kärnten sei aber einzigartig – mehr dazu in HCB nicht nur im Görtschitztal.

10. Dezember: Es wird bekanntgegeben, dass der HCB-U-Ausschuss des Kärntner Landtags am 16. Dezember starten soll. Wilhelm Korak (BZÖ) wird den Vorsitz führen, er ist gebürtiger Görtschitztaler und will die Sitzungen „objektiv und transparent“ führen und nicht zu einem Tribunal machen. Umweltlandesrat Holub kritisiert Agrarlandesrat Benger in der ZIB2, weil dieser als Erster die Öffentlichkeit informiert hat, ohne sich mit den Regierungskollegen abzustimmen.

In der Butter eines Direktvermarktes wird ein erhöhter Wert von HCB gemessen. Der Bauer muss die Produkte vernichten und seine Kunden verständigen – mehr dazu in HCB bei bäuerlichem Direktvermarkter. Die Wietersdorfer Zementwerke, die bereits eingeräumt haben, für die HCB-Belastung im Görtschitztal zumindest mitverantwortlich zu sein, sagen nun, man habe sich genau an die Bescheide gehalten. Das Land hält dagegen: Es habe bei der Blaukalkverbrennung Fehler gegeben. Der Bescheid sei eindeutig – mehr dazu in HCB: Kehrtwende bei Wietersdorfer.

Massive gesundheitliche Gefährdung  wirkt sich auch auf Tourismus, Gastronomie und die gesamte Wirtschaft aus

Massive gesundheitliche Gefährdung wirkt sich auch auf Tourismus, Gastronomie und die gesamte Wirtschaft aus

11. Dezember: Nach der Informationsveranstaltung für die betroffenen Bauern am Tag davor sind für sie noch viele Fragen offen, vor allem die Frage, wer für Schadenersatzzahlungen aufkommen soll. Derzeit zahlen die Wietersdorfer Zementwerke Ersatzfutter und Ersatz für kontaminierte Milch. Die FPÖ erhebt schwere Vorwürfe, die HCB-Werte seien schon im Jahr 2013 bekannt gewesen. Die Vermarktungsgesellschaft BVG sagt aber, es seien Fleischproben aus mehreren Bundesländern gemischt worden. Man könne also nicht sagen, ob das Fleisch aus Kärnten sei.

Aber auch die Bundesagentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat bereits Ende März in mehreren Lebensmittelproben aus dem Görtschitztal Überschreitungen der Grenzwerte für HCB festgestellt. Öffentlich sind diese Zahlen damals aber nicht geworden. Denn da es keine Grenzwerte für verarbeitete Lebensmittel wie Topfen gibt, sondern nur für Rohmilch, hat die Lebensmittelaufsicht die Werte zurückgerechnet, somit hat sich dann keine Überschreitung mehr ergeben.

Ex-ÖVP-Umweltlandesrat Wolfgang Waldner sagt, er habe von den Überschreitungen gewusst, die Lage sei aber nicht dramatisch dargestellt worden. Er sei dann aus der Regierung ausgeschieden und habe seinen Nachfolger darüber nicht informiert – mehr dazu in HCB: Grenzwertüberschreitung seit März bekannt. Die Beratungsgespräche in der Region starten, es wird erhoben, ob und wie viele Bluttests nötig sind. Die Tests erfolgen auf freiwilliger Basis, Vorrang haben Schwangere und Stillende.

12. Dezember: Landeshauptmann Kaiser sagt, alles sei gesetzlich in Ordnung gewesen, man sei aber „klüger“ geworden, was die Informationspolitik betreffe – mehr dazu in Kaiser zu HCB: Sind „klüger“ geworden.

Alfred Dutzler, der Leiter der Lebensmittelaufsicht Kärnten, sagt, er habe das Gesundheitsministerium im Juni informiert. Offenbar wolle man dort mit der Sache nichts zu tun haben.

12. Dezember: Knapp 1.000 Bewohner des Görtschitztals nahmen an den ersten beiden Informationsveranstaltungen des Landes in Brückl und Klein St. Paul teil. Die Umweltexperten versicherten dabei den Bewohnern: die Dosis mache das Gift. Das Hexachlorbenzol sei in zu geringen Dosen im Görtschitztal gemessen worden, um die Gesundheit zu gefährden. Dennoch bleibt das Verbot, keine Lebensmittel aus dem Görtschitztal zu essen, aufrecht – mehr dazu in HCB: Experten orten keine Gesundheitsgefährdung

13. Dezember: Eine Entwarnung in Sachen Hexachlorbenzol (HCB) im Görtschitztal kommt für die Umweltschutzorganisation Greenpeace zu früh. Sie mahnt weiter zur Vorsicht, lobt aber die Informationspolitik der Landesregierung in den vergangenen Tagen – mehr dazu in HCB: Greenpeace rät weiter zu Vorsicht.

14. Dezember: Wegen des HCB-Skandals sind nicht nur die Wietersdorfer Zementwerke, sondern auch die Abteilungen der Landesregierung sowie die Dreierkoalition mit massiven Vorwürfen konfrontiert. Politologe Peter Filzmaier analysierte mögliche Folgen für die Politik – mehr dazu in Politische Folgen des HCB-Skandals.

Die Grünen wollen nach dem Auffliegen der HCB-Affäre im Görtschitztal mittelfristig umfassende Konsequenzen auf behördlicher Ebene sehen. Die Genehmigung und Kontrolle von potenziell gefährlichen Industrieanlagen sollten in einem Verfahren bzw. bei einer Behörde konzentriert werden – mehr dazu in HCB: Grüne fordern einheitliches Anlagerecht.

15. Dezember: In einer Spinat- und einer Salatprobe aus einem Hausgarten in unmittelbarer Nähe des Zementwerks werden Spuren von Quecksilber gefunden. Das Gemüse wurde entsorgt, obwohl es für Gemüse keine Grenzwerte gibt. Das Land rät Betroffenen, Gemüse nicht auf den Kompost zu werfen, sondern in den Hausmüll und weiterhin keine selbst angebauten Obst- und Gemüseprodukte zu essen, bis die Ergebnisse der Proben feststehen.

Landeshauptmann Peter Kaiser sagt, er setzt weiterhin auf Transparenz und damit auf den U-Ausschuss, der am 16. Dezember startet.

16. Dezember: Die Landesregierung entzieht den Wietersdorfer Zementwerken per Bescheid die Genehmigung für die Verarbeitung von mit HCB belastetem Blaukalk – mehr dazu in HCB: Genehmigung für Blaukalk entzogen. Erstmals treffen auch die Mitglieder des HCB-U-Ausschusses erstmals zusammen. Rechtsbeistand wird der frühere Leiter der Staatsanwaltschaft, Dietmar Pacheiner – mehr dazu in HCB-U-Ausschuss trat zusammen. Die Grünen kritisieren Bescheid und Kontrolle der Kalkbrennung im Wietersdorfer Zementwerk. Es habe auch keinen Probebetrieb gegeben, die Messung von HCB war nicht verordnet. Das Genehmigungsverfahren für die Brennung des Deponiekalks habe nur sechs Wochen gedauert – mehr dazu in Grüne zu HCB: Kaum Auflagen für Zementwerk.

17. Dezember: Der Geschäftsführer der Kärntnermilch in Spittal, Helmut Petschar sagt, die Kunden seinen verunsichert, die Wirtschaft leide unter dem HCB-Skandal. Die Kärntnermilch verarbeitet keine Milch aus dem Görtschitztal, aber es gebe dennoch einen massiven Imageschaden.

Im Bereich der Giftkalkdeponie Brückl werden verstärkt Wasserproben der Gurk genommen. Greenpeace testet erneut Milchprodukte, alle negativ auf HCB, Quecksilber und Chlorkohlenwasserstoffe.

Die Wietersdorfer und Peggauer Zementwerke kündigen an, gegen den Verbotsbescheid, die Kalkbrennung betreffend, zu berufen. Es gehe aber nicht um einer weitere Brennung des verseuchten Blaukalks, sondern um rechtliche Details, wird betont – mehr dazu in Wasserproben neben Giftkalkdeponie ausgeweitet

Die Landwirtschaftskammer übt in ihrer Vollversammlung Kritik, auch an den Medien. Bauern seien die Leidtragenden und nicht die Verursacher. Ein vorgeschlagener interner U-Ausschuss wurde aber abgelehnt. Man fordert die Aufstockung des Soforthilfefonds.

Eine Klagenfurter Anwaltskanzlei bietet eine Reihe von Informationsveranstaltungen für HCB-Betroffene an. Man erteile kostenlos Auskunft, will die Aktion aber nicht als Kundengewinnung verstanden wissen.

18. Dezember: Für Aufregung sorgt ein Auszug aus dem österreichischen Krebsregister – im Zusammenhang mit dem HCB-Skandal. Die Krebsrate in Kärnten ist im österreichweiten Vergleich am höchsten, am schlechtesten schneidet der Bezirk St. Veit an der Glan ab, in dem das Görtschitztal liegt. Es bestehe kein Zusammenhang, beruhigte Michael Kundi vom Wiener Institut für Umwelthygiene – mehr dazu in Hohe Krebsrate: Kein Zusammenhang mit HCB.

19. Dezember: Das Land gibt bekannt, dass in zwei Fischproben aus dem Görtschitztal HCB gefunden wurde, allerdings unter dem Grenzwert von 0,025 mg/kg. Es wird weiterhin vom Verzehr abgeraten – mehr dazu in HCB: Zwei Fischproben positiv getestet.

20. Dezember: Greenpeace und das Umweltministerium können sich vorstellen, dass im Zementwerk Wieterdorf mittelfristig wieder HCB-haltiger Deponie-Kalk verarbeitet wird, da es die sicherste Lösung sei – mehr dazu in HCB-Blaukalk: Brennen besser als Deponie?. Auch die wirtschaftlichen Folgen des HCB-Skandals sind immer noch nicht abschätzbar. Leidtragende sind die Bauern und vor allem Biobauern und Direktvermarkter – mehr dazu in HCB: Biobauern fürchten um Existenz.

Wirtschaftsprognosen: Nullzeit?

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Vor digitaler Revolution NULLZEIT Null Wachstum. Null Inflation. Null Zins. In vielen Ländern scheint die Wirtschaft zu erstarren. Doch gleichzeitig kündigt sich machtvoll eine umwälzende industrielle Revolution an. Es kann Continue Reading →

Buchpräsentation Österreichisches Parlament/Palais Eppstein, Vienna

 

ÖSTERREICHISCHES PARLAMENT

Eine erfolgreiche, interessante Buchpräsentation mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur.

 

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EU Sanktionen gegen Moskau bleiben

Ukraine-Konflikt

EU hält an Sanktionen gegen Moskau fest
Am Flughafen von Donezk liefern sich Regierungstruppen und Separatisten wieder blutige Gefechte. Auch deshalb hält die EU an ihren Sanktionen gegen Russland fest. Der Kreml fordert derweil von der Ukraine drei Milliarden Euro.
Die Europäische Union hält ihre Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts gegen Russland aufrecht. Zwar gebe es auch „ermutigende Entwicklungen“ im Konfliktgebiet in der Ostukraine, doch seien „wesentliche Teile“ des vereinbarten Friedensplans noch nicht umgesetzt, verlautete es am Dienstag aus Diplomatenkreisen in Brüssel.

Daher sehe die EU noch keinen Grund, die Haltung gegenüber Russland zu ändern, hieß es. Die russische Wirtschaft steht seit Wochen durch die Strafmaßnahmen unter Druck. Der Rubel-Kurs setzte am Dienstagabend an der Moskauer Börse seine Talfahrt im Vergleich zum Dollar und Euro fort. Ein Euro kostete erstmals seit Wochen wieder 50 Rubel – für viele Russen eine besorgniserregende Entwicklung.

Die EU will die Strafmaßnahmen erst lockern, wenn der in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarte Friedensplan umgesetzt wird. Der Westen wirft Russland vor, die Separatisten mit Soldaten und Waffen zu unterstützen. Die EU und Amerika wollen Moskau mit Sanktionen zu einem stärkeren Friedenskurs bewegen. Fast täglich wird die am 5. September vereinbarte Waffenruhe verletzt.
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Gefechte nahe Donezk
Teil des Friedensplans ist ein Rückzug der Kämpfer aus einer Pufferzone im Konfliktgebiet. „Die Ukraine hat noch immer nicht mit dem Abzug ihrer Truppen begonnen“, sagte Separatistenführer Alexander Sachartschenko in Donezk nach Angaben der Agentur Interfax. Am Flughafen der Großstadt wehrten ukrainische Regierungstruppen nach eigenen Angaben einen abermaligen Angriff der Aufständischen ab. Sicherheitsratssprecher Andrej Lyssenko berichtete von Artilleriebeschuss. Tote habe es innerhalb von 24 Stunden nicht gegeben, sagte er. Die Aufständischen bestätigten einen Angriff auf das seit Wochen umkämpfte Gelände.

Europarat tagt zum Ukraine-Konflikt
Die Parlamentarische Versammlung des Europarates berät am Mittwoch (ab 16.00 Uhr) in Straßburg über den Ukraine-Konflikt. Abgeordnete aus Russland werden nicht dabei sein. Die Versammlung hatte den 18 Volksvertretern aus Moskau im April dieses Jahres wegen der russischen Annexion der Krim das Stimmrecht entzogen. Deshalb sind sie aus Protest aus der Versammlung ausgezogen. Damals hatte die Versammlung Moskau aufgefordert, die Annexion rückgängig zu machen. Russland und die Ukraine haben sich beide als Mitglieder des Europarates verpflichtet, die Europäische Menschenrechtskonvention zu achten.

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Im Gasstreit mit der Ukraine bekräftigte Russland seine Forderung nach 3,9 Milliarden Dollar (etwa 3 Milliarden Euro). Russland öffne erst dann wieder die Gasventile, wenn eine Schuldentranche von 2 Milliarden Dollar sowie eine Vorauszahlung über 1,9 Milliarden Dollar überwiesen seien, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak. Am Dienstag lief eine Frist für die Ukraine aus, diesen Vereinbarungen von vergangener Woche zuzustimmen. Aus Kiew gab es aber zunächst keine Reaktion. Es wird eine Fortsetzung der Gasgespräche Ende der Woche erwartet.

Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für die Europäische Union und muss dringend ihre Gasspeicher auffüllen, um selbst über den Winter zu kommen und den Transit nach Westen zu gewährleisten. Die ehemalige Sowjetrepublik erhält wegen der offenen Rechnungen seit Juni kein Gas mehr aus Russland.

Presse: Heidelbeerkaiser auf Erfolgskurs

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Forschungsstandort Fröhlerhof Austria: Die heilende Heidelbeere

Forschungsstandort Fröhlerhof Austria: Die heilende Heidelbeere

Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe. Gestüt und Heidelbeerplantagen

Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe. Gestüt und Heidelbeerplantagen

Heidelbeerplantagen und Gestüt Fröhlerhof

Heidelbeerplantagen und Gestüt Fröhlerhof

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Olympiasieger Andreas Linger schwört auf Fröhlerhof Heidelbeeren um sportliche Höchstleistungen zu bringen. Gemeinsam mit Landesrätin Beate Palfrader gratulieren sie dem Heidelbeerkaiser Dr. Ausserladscheiter zu seinen erfolgreichen Projekten.

Olympiasieger Andreas Linger schwört auf Fröhlerhof Heidelbeeren um sportliche Höchstleistungen zu bringen. Gemeinsam mit Landesrätin Beate Palfrader gratulieren sie dem Heidelbeerkaiser Dr. Ausserladscheiter zu seinen erfolgreichen Projekten.

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

Lachnummer oder traurig: Otto Mauracher zahlt Bauernbund Mitgliedschaft von € 44,-- aus Gemeindekassa.

Lachnummer oder traurig: Otto Mauracher zahlt Bauernbund Mitgliedschaft von € 44,– aus Gemeindekassa.

Falsche Müllgebühren in Buch in Tirol ? Otto Mauracher Buch in Tirol. Bürger wehren sich

Falsche Müllgebühren in Buch in Tirol ? Otto Mauracher Buch in Tirol. Bürger wehren sich

Bernhard Rupprechter Erdbewegung Immobilien Otto Mauracher Gemeinde Buch in Tirol

Bernhard Rupprechter Erdbewegung Immobilien Otto Mauracher Gemeinde Buch in Tirol

Bernhard Rupprechter und Otto Mauracher Immobilien Gewerbegebiet Buch in Tirol

Bernhard Rupprechter und Otto Mauracher Immobilien Gewerbegebiet Buch in Tirol

 

FORSCHUNGSPROJEKT

 

 

 

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Autor Dr. Johannes Ausserladscheiter

Autor Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

Weinerlicher Otto Mauracher resigniert

Weinerlicher Otto Mauracher resigniert

Das Land lacht, Otto Mauracher weinerlich

Das Land lacht, Otto Mauracher weinerlich

Otto Mauracher lässt kein Fettnäpfchen aus. Heidelbeer Projekt korrekt!

Otto Mauracher lässt kein Fettnäpfchen aus. Heidelbeer Projekt korrekt!

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladacheiter, EU Kommissar Dr. Franz Fischler im Interview zu den EU Wahlen

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladacheiter, EU Kommissar Dr. Franz Fischler im Interview zu den EU Wahlen

European Court Experts: Franz Fischler und Johannes Ausserladscheiter

European Court Experts: Franz Fischler und Johannes Ausserladscheiter

Eau Kommissar Dr. Franz Fischler, EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

Eau Kommissar Dr. Franz Fischler, EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter mit EU Kommissar Dr. Franz Fischler in Brüssel

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter mit EU Kommissar Dr. Franz Fischler in Brüssel

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter, Experte für EU Förderungen

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter, Experte für EU Förderungen

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter im Presseinterview zu den Europawahlen

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter im Presseinterview zu den Europawahlen

Zum schmunzeln: Otto Mauracher verliert sämtliche Verfahren um Heidelbeerplantagen. Die Medien widmeten ihm dieses Bild auf Grund seiner weinerlichen Reaktion

Zum schmunzeln: Otto Mauracher verliert sämtliche Verfahren um Heidelbeerplantagen. Die Medien widmeten ihm dieses Bild auf Grund seiner weinerlichen Reaktion

Lachnummer: Otto Mauracher nimmt Bucher Bürgern ihre Brücke nach Troi weg und macht stattdessen eine gefährliche Hühnerleiter

Lachnummer: Otto Mauracher nimmt Bucher Bürgern ihre Brücke nach Troi weg und macht stattdessen eine gefährliche Hühnerleiter

Forschungsprojekt Fröhlerhof, Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe

Forschungsprojekt Fröhlerhof, Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe

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European Court Experts: EU Projekte erfolgreich umsetzen

European Court Experts: EU Projekte erfolgreich umsetzen

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Buchautor und Verleger Dr. Johannes Ausserladscheiter

Buchautor und Verleger Dr. Johannes Ausserladscheiter

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Medien schmunzeln... Otto Mauracher weinerlich nach Niederlage

Medien schmunzeln… Otto Mauracher weinerlich nach Niederlage

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EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter, European Court Experts

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter, European Court Experts

Einweihung Forschungsprojekt Heidelbeerwelten Fröhlerhof, Austria

Einweihung Forschungsprojekt Heidelbeerwelten Fröhlerhof, Austria

HEIDELBEERPLANTAGEN UND GESTÜT FRÖHLERHOF,

European Court Experts

European Court Experts

TIROL/AUSTRIA

 

 

 

 

 

Forschung und Entwicklung: Heidelbeerplantagen Fröhlerhof

Forschung und Entwicklung: Heidelbeerplantagen Fröhlerhof

Europäische Wirtschaftsdiplomatie in Brüssel

Europäische Wirtschaftsdiplomatie in Brüssel

TIROLERIN REPORTAGE: Fröhlerhof, Gestüt, Weinproduktion,Heidelbeerplantagen

TIROLERIN REPORTAGE: Fröhlerhof, Gestüt, Weinproduktion, Heidelbeerplantagen

Internationales Agrarforum Brüssel. Fischler und Ausserladscheiter

Internationales Agrarforum Brüssel.
Fischler und Ausserladscheiter

Terrassenanlagen, Heidelbeerplantagen Fröhlerhof

Terrassenanlagen, Heidelbeerplantagen Fröhlerhof

EU Kommissar Dr. Franz Fischler und EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Kommissar Dr. Franz Fischler und EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

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Dr. Johannes Ausserladscheiter, EU Konsulent

Dr. Johannes Ausserladscheiter, EU Konsulent

Verlag Europastudien Dr. Johannes Ausserladscheiter, Martin Reiter

Verlag Europastudien
Dr. Johannes Ausserladscheiter, Martin Reiter

Verlag Europastudien Dr. Johannes Ausserladscheiter, Martin Reiter

Verlag Europastudien
Dr. Johannes Ausserladscheiter, Martin Reiter

Buchautoren Dr. Johannes Ausserladscheiter und Martin Reiter

Buchautoren Dr. Johannes Ausserladscheiter und Martin Reiter

Buchautoren Dr. Johannes Ausserladscheiter und Martin Reiter

Buchautoren Dr. Johannes Ausserladscheiter und Martin Reiter

Heidelbeerplantagen Fröhlerhof Forschung und Gesundheit

Heidelbeerplantagen Fröhlerhof
Forschung und Gesundheit

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter, Forschungszentrum Fröhlerhof Heidelbeerplantagen

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter, Forschungszentrum Fröhlerhof
Heidelbeerplantagen

Buchautoren und Verleger: Martin Reiter und Dr. Johannes Ausserladscheiter

Buchautoren und Verleger: Martin Reiter und Dr. Johannes Ausserladscheiter

Österreichische Kronenzeitung. Heidelbeerplantagen Fröhlerhof, Dr. Ausserladscheiter

Österreichische Kronenzeitung.
Heidelbeerplantagen Fröhlerhof, Dr. Ausserladscheiter

Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe

Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe

Österreichische Kronenzeitung. EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter, Forschung und Gesundheit

Österreichische Kronenzeitung. EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter, Forschung und Gesundheit

Grünes Licht für EU Konsulent, Dr. Ausserladscheiters Heidelbeerplantagen. Otto Mauracher hat sämtliche Verfahren rund um die Heidelbeerplantagen verloren.

Grünes Licht für EU Konsulent, Dr. Ausserladscheiters Heidelbeerplantagen. Otto Mauracher hat sämtliche Verfahren rund um die Heidelbeerplantagen verloren.

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter mit EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter mit EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

Dr. Johannes Ausserladscheiter Heidelbeerplantagen Fröhlerhof

Dr. Johannes Ausserladscheiter
Heidelbeerplantagen Fröhlerhof

Landwirtschaftsminister Rupprechter, EU Konsulent und Gerichtssachverständiger Dr. Johannes Ausserladscheiter

Landwirtschaftsminister Rupprechter, EU Konsulent und Gerichtssachverständiger Dr. Johannes Ausserladscheiter

 

 

 

 

 

 

European Court Experts presents

European Court Experts presents

 

Dr. Ausserladscheiter, European Courtexperts in Diskussion über Raumplanung in Österreich und Europa

Dr. Ausserladscheiter, European Courtexperts in Diskussion über Raumplanung in Österreich und Europa

Heidelbeerwelten Fröhlerhof genehmigt. Otto Mauracher verliert sämtliche Verfahren vor Behörden.

Heidelbeerwelten Fröhlerhof genehmigt. Otto Mauracher verliert sämtliche Verfahren vor Behörden.

Internationale Wirtschaftspolitik

Internationale Wirtschaftspolitik

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter mit EU Kommissar Dr. Franz Fischler bei Arbeitsgespräch in Brüssel

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter mit EU Kommissar Dr. Franz Fischler bei Arbeitsgespräch in Brüssel

 

 

Otto Mauracher muss in Sachen Heidelbeerwelten klein beigeben. Das Projekt von Dr. Ausserladscheiter ist gesichert

Otto Mauracher muss in Sachen Heidelbeerwelten klein beigeben. Das Projekt von Dr. Ausserladscheiter ist gesichert

 

Medienbericht: EU Wahlen und Lobbying in Europa

Medienbericht: EU Wahlen und Lobbying in Europa

 

EU Kommissar Franz Fischler, EU Konsulent Johannes Ausserladscheiter

EU Kommissar Franz Fischler, EU Konsulent Johannes Ausserladscheiter

 

Heidelbeerwelten von Dr. Ausserladscheiter erfolgreich. Otto Mauracher verliert sämtliche Rechtsfragen

Heidelbeerwelten von Dr. Ausserladscheiter erfolgreich. Otto Mauracher verliert sämtliche Rechtsfragen

Heidelbeerwelten auf Erfolgskurs. Otto Mauracher erhält Abfuhr

Heidelbeerwelten auf Erfolgskurs. Otto Mauracher erhält Abfuhr

 

 

 

Heidelbeerwelten Fröhlerhof

Heidelbeerwelten Fröhlerhof

EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter erfolgreich. Maurachers Verhinderungsversuche erfolglos

EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter erfolgreich. Maurachers Verhinderungsversuche erfolglos

Fröhlerhof auf Erfolgstour

Fröhlerhof auf Erfolgstour

European Court Experts, EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

European Court Experts, EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

 

 

EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter investiert in Forschung und Entwicklung am Fröhlerhof

EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter investiert in Forschung und Entwicklung am Fröhlerhof

Ausserladscheiter setzt sich im Projekt Heidelbeerwelten Fröhlerhof gegen Mauracher durch

Ausserladscheiter setzt sich im Projekt Heidelbeerwelten Fröhlerhof gegen Mauracher durch

Forschungsprojekt Heidelbeerplantagen Fröhlerhof, Austria

Forschungsprojekt Heidelbeerplantagen Fröhlerhof, Austria

Buchautoren im Europäischen Rat in Brüssel. Minister Rupprechter, EU Konsulent Aussetladscheiter, Miedl, Verleger Reiter

Buchautoren im Europäischen Rat in Brüssel. Minister Rupprechter, EU Konsulent Aussetladscheiter, Miedl, Verleger Reiter

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Dr. Ausserladscheiter, Heidelbeerplantagen Fröhlerhof

Dr. Ausserladscheiter, Heidelbeerplantagen Fröhlerhof

Bericht Heidelbeerkönig Dr. Ausserladscheiter, Fröhlerhof

Bericht Heidelbeerkönig Dr. Ausserladscheiter, Fröhlerhof

Dr. Ausserladscheiter erteilt Otto Maurachers Verhinderungsversuchen eine Abfuhr

Dr. Ausserladscheiter erteilt Otto Maurachers Verhinderungsversuchen eine Abfuhr

Minister Rupprechter und Johannes Ausserladscheiter, Heidelbeerwelten Fröhlerhof

Minister Rupprechter und Johannes Ausserladscheiter, Heidelbeerwelten Fröhlerhof

Bericht Heidelbeerkönig, Dr. Ausserladscheiter

Bericht Heidelbeerkönig, Dr. Ausserladscheiter

Mauracher verliert Verfahren Heidelbeerwelten auf allen Ebenen

Mauracher verliert Verfahren Heidelbeerwelten auf allen Ebenen

Heidelbeerplantagen Fröhlerhof. Dr. Ausserladscheiters Projekt wächst und gedeiht

Heidelbeerplantagen Fröhlerhof. Dr. Ausserladscheiters Projekt wächst und gedeiht

Buchautoren und Verleger: Dr. Johannes Ausserladscheiter und Martin Reiter

Buchautoren und Verleger:
Dr. Johannes Ausserladscheiter und Martin Reiter

Forschungsstandort Fröhlerhof Austria

Forschungsstandort Fröhlerhof Austria

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter mit Sängerin Alexandra Caro in Brüssel

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter mit Sängerin Alexandra Caro in Brüssel

 

 

 

 

 

 

 

FORSCHUNG, GESUNDHEIT und imageINNOVATION. FRÖHLERHOF AUSTRIA

Europäische Agrarpolitik, Landwirtschaftsminister DI Rupprechter mit EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter

Europäische Agrarpolitik,
Landwirtschaftsminister DI Rupprechter mit EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter

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Pressebericht: Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe

Pressebericht: Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe

Österreichische Bauernzeitung, Fröhlerhof

Österreichische Bauernzeitung, Fröhlerhof

 

Dr. Johannes Ausserladscheiter, Fröhlerhof Austria. EU Konsulent und Gerichtssachverständiger

Dr. Johannes Ausserladscheiter, Fröhlerhof Austria. EU Konsulent und Gerichtssachverständiger

NEWS DEUTSCHLAND: Heidelbeerplantagen und Gestüt Fröhlerhof, Austria

NEWS DEUTSCHLAND:
Heidelbeerplantagen und Gestüt Fröhlerhof, Austria

 

Gestüt Fröhlerhof. Dr. Johannes Ausserladscheiter EU Konsulent, Gerichtssachverständiger

Gestüt Fröhlerhof.
Dr. Johannes Ausserladscheiter
EU Konsulent, Gerichtssachverständiger

Forschungsprojekt Heidelbeerplantagen Fröhlerhof Austria. Heilende Heidelbeere

Forschungsprojekt Heidelbeerplantagen Fröhlerhof Austria. Heilende Heidelbeere

Heidelbeerplantagen Fröhlerhof Austria. Verfahren gewonnen

Heidelbeerplantagen Fröhlerhof Austria. Verfahren gewonnen

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Fröhlerhof Heidelbeerprinzessin, Christina Hummel Heidelbeerwelten

Fröhlerhof Heidelbeerprinzessin, Christina Hummel
Heidelbeerwelten

Fröhlerhof Austria

Fröhlerhof Austria

Heidelbeerkaiser, Dr. Johannes Ausserladscheiter, Fröhlerhof Austria

Heidelbeerkaiser, Dr. Johannes Ausserladscheiter, Fröhlerhof Austria

Heidelbeerkaiser, Dr. Johannes Ausserladscheiter, Fröhlerhof Austria

Heidelbeerkaiser, Dr. Johannes Ausserladscheiter, Fröhlerhof Austria

 

Weingut Fröhlerhof, Austria

Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe erweitert seine agrarwirtschaftlichen Tätigkeiten im Bereich Weinbau und landwirtschaftliche Spezialkulturen.

Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe. Weingut Fröhlerhof, Austria

Dr. Ausserladscheiter Land- und Forstbetriebe. Weingut Fröhlerhof, Austria

Historisches aus dem Buch „Europa 1914 – 2014 Europa“

Verlag EUROPASTUDIEN

Autoren Dr. Johannes Ausserladscheiter und Martin Peter Reiter

Kurze Geschichte Europas bis ins Mittelalter

imageÄlteste Nachweise von Vertretern der Gattung Homo in Europa stammen derzeit aus der Sierra de Atapu

erca in Spanien und sind bis zu 1,2 Mio. Jahre alt. Noch ältere Fossilfunde aus Georgien (außerhalb der heute gültigen Grenzen Europas) sind 1,8 Mio. Jahre alt und werden als „Homo georgicus“ bezeichnet. Im nordalpinen Europa beginnt der älteste Besiedlungshorizont mit Ho

mo heidelbergensis vor ca. 600.000 Jahren. Die Zuordnung der Funde zu einer eigenständigen Art ist allerdings umstritten; viele Paläoanthropologen bezeichnen die Angehörigen der ersten Auswanderungswelle aus Afrika (Out-of-Africa-Theorie) einheitlich als Homo erectus, der vor ca. 1,8 Mio. Jahren bereits Java besiedelt hatte.
Während die Entwicklung des Homo sapiens vor ca. 160.000 Jahren in
Afrika ihren Ausgang von den dort verbliebenen Populationen des Homo erectus nahm, wurde Europa zur Domäne des hier aus Homo erectus bereits entstandenen Homo heidelbergensis und des aus diesem hervorgegangenen Neandertalers. Erst vor ca. 35.000 Jahren gelangte Homo sapiens in einer zweiten Auswanderungswelle der Gattung Homo nach Europa und ersetzte nach und nach den Neandertaler. Mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit begann in Europa eine lange Geschichte großer kultureller und wirtschaftlicher Errungenschaften, zunächst im Mittelmeerraum, dann auch im Norden und Osten.
Für Nordeuropa waren mehrere Eiszeiten für die weitere Entwicklung vor allem der geologischen Formationen bestimmend. Diese Vereisungen betrafen das heutige Skandinavien, Island, Irland, den Norden Deutschlands, Polens und Russlands. Die letzte Hauptvereisungszeit dauerte etwa von 23.000 bis 8000 v. Chr. Im Wesentlichen werden unterschieden: Weichseleiszeit (etwa vor 70.000 Jahren), Saaleeiszeit (etwa vor 280.000 Jahren) und Elstereiszeit (etwa vor 500.000 Jahren).
Hinweise auf dauerhafte Siedlungen des Menschen (Homo sapiens) gibt es von 7000 v. Chr. an.
Bei Ausgrabungen längs der Lahn in Wetzlar-Dalheim wurden größere, 7000 Jahre alte Siedlungsreste einer Bandkeramiker-Kultur gefunden. Die Fachwerkhäuser haben einen je 30 Meter langen Grundriss. Sie werden von einem rund zwei Meter tiefen Graben sowie einem vorgelagerten Wall geschützt. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung bestanden zwei voneinander unabhängige Brunnen innerhalb der Befestigung.
In der Zeit vor 5000 v. Chr. lebten die Menschen meist nomadisch in kleinen Sippen von etwa 20 Personen als Jäger und Sammler.

Autor Dr. Johannes Ausserladscheiter, European Court Experts

Autor Dr. Johannes Ausserladscheiter, European Court Experts

 

In einer langen Entwicklung, beginnend im 9. Jahrtausend v. Chr., begann sich im „Fruchtbaren Halbmond“ die Landwirtschaft zu entwickeln. Diese Entwicklung, auch als „Neolithische Revolution“ bezeichnet, verbreitete sich im 8. Jahrhundert v. Chr. nach Kleinasien, von dort in alle nördlichen Richtungen. Nach Westen verlief diese Ausbreitung entlang der Küsten des Mittelmeeres, nach Nordwesten entlang der Donau ins westliche Mitteleuropa. Nach Nordosten um oder entlang der Küsten des Schwarzen Meeres. Die Ausbreitungswege nach Osten sind bisher wenig erforscht.
Um 1800 v. Chr. setzte sich die Bearbeitung von Bronze durch. Gleichzeitig strebten in immer neuen Wellen Völker aus den Tiefen der sibirischen Steppe nach Europa (Kimmerier, Skythen).
Etwa um 800 v. Chr. begannen die Menschen in Mitteleuropa mit der Verhüttung von Eisen (Eisenzeit). Träger waren die den Illyrern und Kelten zugeschriebenen Kulturen der Hallstattzeit und der Latènezeit. Die erste Hochkultur in Europa war die der Minoer und Achäer auf der Insel Kreta sowie dem nahe gelegenen Griechenland, die um 2000 v. Chr. begann. Etwa zur gleichen Zeit breiteten sich die Kelten über Mitteleuropa bis nach Spanien und die heutige Türkei aus. Da sie keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterließen, ist das Wissen über sie nur bruchstückhaft.

Die Römer begegneten ihnen und schrieben etliches über sie nieder. Diese Aufzeichnungen und archäologische Grabungen bilden den Kern unserer Informationen über diese sehr einflussreiche Kultur. Die Kelten stellten einen gigantischen, wenn auch wenig organisierten Gegner für die Römer dar. Später eroberten und kolonialisierten die Römer große Teile Südeuropas.
Griechen
Am Ende der Bronzezeit brachen die älteren griechischen Königreiche zusammen und eine neue Zivilisation erwuchs an ihrer Stelle. Die griechische Zivilisation war eine Ansammlung von Stadtstaaten (Poleis), die bedeutendsten davon waren Athen und Sparta. Unter den Stadtstaaten gab es viele verschiedene Regierungsformen und Kulturen, welche neue Formen der Regierung hervorbrachten und Philosophie,Akropolis in Athen
Wissenschaft, Politik, Sport, Theater und Musik weiterentwickelten. Die hellenischen Stadtstaaten gründeten viele Kolonien an den Küsten des Mittelmeeres, vor allem im Gebiet der heutigen Türkei, auf Sizilien und in Süditalien. Im 4. Jahrhundert v. Chr. jedoch wurden diese Kolonien zu einer leichten Beute für König Philipp II. von Makedonien, da die Stadtstaaten durch Kriege untereinander geschwächt waren. Die Feldzüge von Philipps Sohn, Alexander dem Großen, verbreiteten die griechische Kultur nach Persien, Ägypten und Indien, brachten die Griechen aber auch in Kontakt mit dem Wissen dieser Länder, wodurch eine neue Entwicklung, der Hellenismus, entstand.
Römer
Nach der Königszeit wandelte sich Rom (der Sage nach um 509 v. Chr., wahrscheinlich jedoch erst im frühen 5. Jahrhundert v. Chr.) zu einer
Republik. Rom übernahm viel vom Wissen der Griechen, als es sich von Italien her ausbreitete. Die Römer nutzten es zu ihrem Vorteil, dass ihre Gegner nicht in der Lage waren, sich gegen Rom zu vereinigen. Die einzige wirkliche Gefahr für Roms Aufstieg kam von der phönizischen Kolonie Karthago. Mit der entscheidenden Niederlage Karthagos am Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. stieg Rom endgültig zur unbestrittenen Vormacht im westlichen Mittelmeerraum auf. Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. weitete Rom seine Einflusssphäre auf die hellenistischen Mächte im Osten aus. Die Republik wurde nach fast hundert Jahren Bürgerkriegen gegen Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. unter Augustus zum römischen Kaiserreich (Prinzipat) umgestaltet.

Autor Martin Peter Reiter

Autor Martin Peter Reiter, Historiker

Das Imperium hatte sein Zentrum am Mittelmeer und kontrollierte alle Länder, die ans Mittelmeer grenzten. Unter Kaiser Trajan erreichte das Römische Reich im 2. Jahrhundert seine größte Ausdehnung; England, Rumänien und Teile Mesopotamiens waren Teil des Reichs.

Der Augusteische Frieden, der auch als Pax Romana bezeichnet wurde, wurde in der Reichskrise des 3. Jahrhunderts durch Bürgerkriege geschwächt. Darauf gelang es Kaiser Diokletian, das Imperium durch Verwaltungsreformen entscheidend zu stabilisieren, und es begann die Spätantike. Sein Nachfolger Konstantin förderte das Christentum, das unter Theodosius I. Ende des 4. Jahrhunderts zur Staatsreligion im Imperium erhoben wurde. Es kam zur Ausbildung der Reichskirche, wenngleich immer wieder theologische Konflikte ausgetragen werden mussten.
Im Jahr 476, nach wiederholten Invasionen germanischer Stammesver- bände in der Endphase der Völkerwanderung, kam es zum Untergang des Weströmischen Reiches. Nach dem Ende der Antike bestimmten mehr oder weniger langlebige Neubildungen verschiedener Reiche die historische Landschaft in Westeuropa. Das hellenistisch geprägte Oströmische Reich, nach seiner Hauptstadt Byzanz auch Byzantinisches Reich genannt, konnte sich hingegen noch ein weiteres Jahrtausend bis zur Eroberung seiner Hauptstadt 1453 halten.
Im 7. Jahrhundert brachte die Ausbreitung der Araber die islamische Kultur an die Mittelmeerküsten, von Kleinasien über Sizilien bis nach Spanien. Dies bedeutete das endgültige Ende der Antike, wobei die Epochengrenze zwischen Spätantike und Frühmittelalter fließend ist. Eine Invasion nördlich der Pyrenäen wurde durch Karl Martell in der Schlacht von Tours und Poitiers zurückgeschlagen.

 

PRESSE, EUROPAWAHLEN

 

Buch " Europa 1914 - 2014 Europa" Dr. Johannes Ausserladscheiter, Martin Reiter

Buch “ Europa 1914 – 2014 Europa“ Dr. Johannes Ausserladscheiter, Martin Reiter

Buchpräsentation in Brüssel

Buchpräsentation in Brüssel

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Minister DI  Andrä Rupprechter, Autor Dr. Johannes Ausserladscheiter, Breitband Experte Joseph Miedl MBA, Autor Martin Reiter

Minister DI Andrä Rupprechter, Autor Dr. Johannes Ausserladscheiter, Breitband Experte Joseph Miedl MBA, Autor Martin Reiter

Buchautoren und Verleger, Dr. Ausserladscheiter und Reiter

Buchautoren und Verleger, Dr. Ausserladscheiter und Reiter

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EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter, Europäischer Militärattaché Anton Resch, Minister Andrä Rupprechter, Buchautor Martin Reiter

EU Konsulent Dr. Ausserladscheiter, Europäischer Militärattaché Anton Resch, Minister Andrä Rupprechter, Buchautor Martin Reiter

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Dr. Fischler, Dr. Ausserladscheiter

Dr. Fischler, Dr. Ausserladscheiter

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European Court Experts, Europawahlen 2014

European Court Experts, Europawahlen 2014

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Interview mit EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

Interview mit EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

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EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Experte Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Experte Dr. Johannes Ausserladscheiter

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Ausserladscheiter, Fischler

Ausserladscheiter, Fischler

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EU Experte Dr. Johannes Ausserladscheiter

EU Experte Dr. Johannes Ausserladscheiter

Franz Fischler und Johannes Ausserladscheiter

Franz Fischler und Johannes Ausserladscheiter

Dr. Johannes Ausserladscheiter, European Court Experts: Europawahlen, Analysen und Einschätzungen

Dr. Johannes Ausserladscheiter, European Court Experts: Europawahlen, Analysen und Einschätzungen

Working Group Brussels: EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter und EU Kommissar Dr. Franz Fischler

Working Group Brussels: EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter und EU Kommissar Dr. Franz Fischler

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter im Interview

EU Konsulent Dr. Johannes Ausserladscheiter im Interview

Europa 1914 – 2014 Europa. Neues Buch von Johannes Ausserladscheiter und Martin Reiter

imageEuropa 1914 – 2014 Europa
Das heute vereinte Europa war jahrhundertelang eine Utopie, die sich seit der Zeit der Griechen und Römer, über das Mittelalter bis zur Neuzeit wie ein roter Faden durch die Ideengeschichte zog. Es war Immanuel Kant, der im 18. Jahrhundert mit seinem berühmten phi- losophischen Entwurf „Zum ewigen Frieden“ den Aufbau einer völker- rechtlichen Ordnung in Form eines Völkerbundes forderte. 1930 tritt ein Österreicher, Richard Coudenhove-Kalergi, mit seinem „Entwurf für einen paneuropäischen Pakt“ für einen europäischen Staatenbund ein. Allgemein bekannt ist auch die Zürcher Rede von

Autor Dr. Johannes Ausserladscheiter

Autor Dr. Johannes Ausserladscheiter

Winston Churchill im Jahre 1946, in der er eine Art „Vereinigte Staaten von Europa“ (interes- santerweise ohne Großbritannien) vorschlägt.
Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach dem Zusam- menbruch des alten Europa durch die beiden Weltkriege wurden die Voraussetzungen für die Neugestaltung der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit in Europa und der Welt geschaffen und die Idee eines vereinten Europa zur politischen Wirklichkeit. Es entstanden die Vereinten Nationen, der Europarat, die Nato, die Europäische Union und die Westeuropäische Union, der Warschauer Pakt, Comecon, die KSZE/OSZE.

Die Einigung Europas, die wir heute in vieler Hinsicht erreicht haben, war die Antwort auf Fragen, die sich heute für viele Europäer aus Ost und West gar nicht mehr stellen. Die Versöhnung zwischen Ost und West hat stattgefunden, Ost- und Westeuropa sind vereint, der Friede im gemeinsamen Haus Europa scheint gesichert. Dieses Buch beschreibt die Entwicklung Europas vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis zum heutigen „Friedensprojekt EU“.
Dr. Johannes Ausserladscheiter & Martin Peter Reiter

 

Ein Europa der Freiheit und der Solidarität
Von José Manuel Barroso Präsident der Europäischen Kommission
Europa steht vor schwierigen Entscheidungen in der heutigen, von gegenseitigen Abhängigkeiten geprägten Welt: Entweder wir versuchen gemeinsam, mit den Herausforderungen fertig zu werden oder wir verdammen uns selbst zur Bedeutungslosigkeit. Ich werde meine Anstrengungen zur Verwirklichung eines ehrgeizigen Europas verdoppeln, das den Menschen in den Mittelpunkt der Politik stellt und sich weltweit für europäische Werte und Interessen stark macht: ein Europa, das neue Wachstumsquellen fördert und eine intelligente, den Menschen zugute kommende Regulierung gesunder Märkte vorantreibt – ein Europa der Freiheit und der Solidarität.

Autor Martin Peter Reiter

Autor Martin Peter Reiter

Ich möchte in enger Zusammenarbeit mit dem Parlament zu einem blühenden, sicheren und nachhaltigen Europa beitragen, das auf den Stärken seines erweiterten Binnenmarkts, des Euro und des europäischen Gesellschaftsmodells aufbaut. Europa braucht in diesen stürmischen Zeiten eine Agenda für den Wandel. Die dafür nötige kritische Masse kann Europa nur durch Zusammenarbeit erreichen. Wir müssen uns entscheiden: Entweder wir gestalten gemeinsam die neue Ordnung, oder aber Europa verliert seine Bedeutung.
In meiner ersten Amtszeit ging es um die Konsolidierung des Europas der 27. Dank der Erweiterung der EU können wir nun unser Potenzial und unsere Stärken optimal einsetzen. Wir sind nun in der Lage, mit Überzeugung und Entschlossenheit in eine neue Phase des Projekts „Europa“ einzutreten.
Wir müssen die gegenwärtige Lissabon-Strategie überarbeiten, um auch den Zeitraum nach 2010 zu berücksichtigen, indem wir aus ihr eine Strategie für Konvergenz und Koordinierung machen, damit wir zu dieser integrierten Vision der EU im Jahr 2020 gelangen. Hierzu bedarf es sowohl unmittelbaren als auch langfristigen Handelns:
Bewältigung der Krise, Übernahme der Vorreiterrolle im Klima- schutz, Erschließung neuer Quellen für nachhaltiges Wachstum und sozialen Zusammenhalt, Voranbringen des Europas der Bürger, Einleiten einer neuen Ära für ein global orientiertes Europa.
Die momentane Priorität besteht darin, weiterhin die Nachfrage zu stützen und der steigenden Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Dies wollen wir erreichen durch eine energische Umsetzung des Europäischen Konjunkturprogramms, indem wir die Zinsen niedrig halten und unsere Vorschriften für staatliche Beihilfen dazu nutzen, die Regierungen in ihren Bemühungen um eine Wiederbelebung der Wirtschaft zu unterstützen, ohne dass sich dies nachteilig in anderen Mitgliedstaaten auswirkt. Es ist zu früh, um diese Ankurbelungs- und Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft und den Finanzsektor auslaufen zu lassen, aber wir müssen bereits jetzt eine Ausstiegsstrategie erarbeiten.
imageUnter meiner Leitung wird die Kommission alle vertragsgegebenen Möglichkeiten nutzen, um zu einer stärkeren Annäherung der Ziele und zu einer stärkeren Kohärenz der wirtschaftspolitischen Effekte, insbesondere im Euro-Gebiet, zu gelangen. Eine engere Koordinierung ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausstiegsstrategie.
Europa muss aus der gegenwärtigen Krise mit der Zuversicht hervorge- hen, dass es über ein ethisch gefestigteres, widerstandsfähigeres und verantwortungsvolleres Finanzsystem verfügt.
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat uns ebenso wie der wissenschaftliche Nachweis des Klimawandels vor Augen geführt, dass wir mehr in Nachhaltigkeit investieren müssen. Es geht dabei nicht nur darum, die Weichen für die Zukunft unseres Planeten richtig zu stellen – Europa wird aus Investitionen in CO2-arme Technologien auch enormen Nutzen
für künftige Arbeitsplätze und Wachstum ziehen. Aus der Bekämpfung des Klimawandels und der Ausrichtung auf eine CO2-arme Wirtschaft erwachsen ungeahnte Möglichkeiten. Gleichzeitig wird unsere Energie- versorgungssicherheit erhöht.
Vorteile für Ersteinsteiger können erzielt werden, indem das Potenzial umweltfreundlicher Unternehmen, Dienstleistungen und Technologien in der EU dadurch ausgeschöpft wird, dass deren Übernahme durch Unternehmen, insbesondere KMU, gefördert und das entsprechende Regelungsumfeld geschaffen wird. Industrieanlagen, die modernisiert werden, um umweltfreundliche Technologien zu nutzen und zu produzieren und darüber hinaus energieeffizient arbeiten, sind der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum in Europa.
Die neue Kommission muss den Schwung nutzen, um zu einer CO2- armen Wirtschaft zu gelangen, insbesondere zu einer Verringerung des Kohlenstoffgehalts in der Stromversorgung und im Verkehrssektor – und hierzu zähle ich alle Verkehrsmittel, auch den See- und Flugverkehr sowie die Entwicklung sauberer und Elektro-Autos.
Wir können uns nicht auf Dauer auf kurzfristige Impulse verlassen. Es werden neue nachhaltige Wachstumsquellen gebraucht.
Um zu gewährleisten, dass die EU dieses Wandlungspotenzial nutzt und auch 2020 ein attraktiver Industriestandort ist, brauchen wir einen neuen Ansatz für unsere Industriepolitik – mit Schwerpunkt auf den für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie auf den Weltmärkten notwendigen Aspekten, d.h. Nachhaltigkeit, Innovation und Qualifikation. Ich setze mich aktiv dafür ein, unnötigen Verwaltungsaufwand zu beseitigen und den Unternehmen die für langfristige Investitionen nötige Rechtssicherheit zu bieten.
Die neue Kommission muss die Forschungspolitik der EU auf eine neue Stufe heben und sie als Antriebskraft für eine nachhaltige Entwicklung nutzen.

Wir müssen sicherstellen, dass unsere Werte wie soziale Eingliederung, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit in die neue Agenda übernommen werden. Wir werden nicht zulassen, dass grundlegende soziale Rechte wie das Koalitions- oder das Streikrecht, die für das europäische Gesellschaftsmodell essentiell sind, ausgehebelt werden. Und auch wenn durch die Globalisierung unsere Wettbewerbsfähigkeit unter Druck gerät, dürfen wir keinesfalls unsere Standards senken. Stattdessen müssen wir unsere Partner davon überzeugen, im Interesse ihres eigenen Wohlergehens vergleichbare Standards anzunehmen und auch künftig in allen Teilen der Welt für menschenwürdige Arbeit und angemessene Arbeitsbedingungen eintreten.
Offene Märkte sind ausschlaggebend dafür, dass Europa in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt. Hierbei geht es nicht um irgendwelche politischen Präferenzen, sondern um unser ureigenes Interesse als weltweit größter Exporteur.
Wir müssen daher stärker als bisher alle Register unserer Außenpolitik ziehen, um so mit „sanfter Gewalt“ solide Ergebnisse für die EU- Unternehmen und -Bürger zu erzielen. Das europäische Interesse muss in kohärenter Weise entschlossen geschützt und gefördert werden.
Die neue Kommission wird eine „Europäische Digitale Agenda“ (mit einem entsprechenden Legislativprogramm) erarbeiten, um die Haupthemmnisse für einen echten digitalen Binnenmarkt zu beseitigen, Investitionen für das Hochgeschwindigkeits-Internet zu fördern und eine inakzeptable „digitale Kluft“ zu verhindern.
Eines der nächsten großen europäischen Projekte ist die Schaffung eines europäischen Supernetzes für Strom und Gas.

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Der Vertrag von Lissabon vermittelt uns das Instrumentarium, um eine neue Ära der weltweiten Projektion europäischer Interessen einzuleiten. Ich werde dafür sorgen, dass sich die Kommission, die so viele wesentliche Maßnahmen im Außenbereich voranbringt, voll dafür einsetzt, dass die Gelegenheit genutzt wird, Europa zu dem Einfluss zu verhelfen, der ihm weltweit zukommt. Wir dürfen die Außenbeziehungen heute nicht mehr als völlig eigenständigen Bereich ansehen, sondern als Bestandteil unserer Bemühungen, unsere internen politischen Ziele zu erreichen. Angesichts der neuen Prioritäten wird auch eine grundlegende Reform des EU-Haushalts erforderlich sein.
Unsere Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank und dem Privatsektor sollte enger werden und von größerer Vorstellungskraft geprägt sein.
Die Kommission wird außerdem einen neuen Rahmen für öffentlich- private Partnerschaften vorschlagen, um zur Maximierung der In- vestitionen in den kommenden Jahren verschiedene Finanzierungs- quellen zusammenzuführen.