Buchpräsentation im Bundeskanzleramt

 

Die Autoren Dr. Johannes Ausserladscheiter und Martin Reiter präsentierten ihr neues Buch „Vom Wiener Kongress zum Frieden in Europa“ im Bundeskanzleramt in Wien.

image

imageimage

 

 

image

 

image

 

image

 

 

image

 

 

image

 

 

 

 

Frankfurt wird Yuan-Zentrum

Handel mit China

Frankfurt wird der einzige Ort im Euroraum für den Abschluss von Geschäften in Yuan. Unternehmen sparen im Jahr wohl mindestens 500 Millionen Euro. In ein paar Jahren könnten weiter Vorteile folgen.

Die Abwicklung von Handelsgeschäften in der chinesischen Währung Yuan soll künftig in Frankfurt als einzigem Ort im Euroraum möglich sein. Das geht aus einem Abkommen hervor, das am Freitag in Berlin zwischen der Deutschen Bundesbank und der chinesischen Zentralbank People’s Bank of China geschlossen wurde. Demnach wird ein Finanzinstitut benannt – es deutet alles auf die Bank of China hin –, das zur Abwicklung (Clearing) von Geschäften in Yuan, auch Renminbi genannt, in Frankfurt berechtigt ist.

imageDie Bank of China hat schon eine Niederlassung in Frankfurt, wird sich deutschen Regularien unterwerfen und Handels- und Clearingteilnehmer an der Deutschen Börse. Diese strategische Kooperation unterzeichneten die Bank of China und die Deutsche Börse ebenfalls am Freitag in Berlin. Chinesische Emittenten und Anleger erhalten dadurch direkten Zugang zu den deutschen und europäischen Kapitalmärkten.

Yuan-Handelszentrum Frankfurt war Chefsache
Auf die Vereinbarung hatten zahlreiche Akteure am Finanzplatz hingewirkt. Die Finanzplatzintiative Frankfurt Main Finance teilte mit, führende Vertreter des Finanzplatzes aus allen Bankengruppen hätten die Entwicklung des Standortes zum Yuan/Renminbi-Handelszentrum geschlossen zur Chefsache erklärt. Schon seit Oktober bestehe eine Swap-Vereinbarung über 350 Milliarden Yuan beziehungsweise 45 Milliarden Euro zwischen der Bundesbank und der chinesischen Zentralbank, die nun mit Leben gefüllt werde.

Für die Unternehmen aus Deutschland und dem Euroraum ist der große Vorteil der Vereinbarung, dass sie künftig Geschäfte mit chinesischen Unternehmen in Yuan abwickeln können, ohne dafür nach Schanghai oder Hongkong gehen zu müssen. Yuan-Geschäfte mussten zudem immer über amerikanische Dollar abgewickelt werden, so dass Yuan in Dollar und dann Dollar in Euro getauscht werden mussten oder umgekehrt. Zwar fanden auch schon viele Transaktionen in Euro statt

Finanzplatz Frankfurt

Finanzplatz Frankfurt

Chinesische Unternehmen verfügen jedoch nicht über die gut ausgebauten Möglichkeiten der Währungsabsicherung wie hierzulande, so dass für das Währungsrisiko Schätzungen zufolge etwa 2 bis 6 Prozent an Kosten anfielen. Frankfurt Main Finance geht davon aus, dass der Anteil der Handelsgeschäfte mit Chinesen in Yuan künftig von knapp 20 auf gut 40 Prozent steigt. In einer konservativen Rechnung geht der Finanzplatzverein allein für die kleinen und mittelständischen deutschen Unternehmen von einer Ersparnis von 500 Millionen Euro im Jahr aus.

Für global agierende Konzerne gilt dies als nicht so relevant, dennoch wird die Vereinbarung auch von der deutschen Industrie begrüßt. Frankfurt als Yuan/Renminbi-Zentrum habe eine „enorme Symbolkraft“, sagte Friedolin Strack, Geschäftsführer des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA). Die Entscheidung zeige, dass China bei seinen Liberalisierungsschritten auf Deutschland setze. „Es ist für die deutsche Industrie wichtig, zu den Staaten zu gehören, die für China Priorität haben.“ Auch der Bankenverband spricht von einem großen Erfolg für den Finanzplatz Deutschland. „Zukünftig ist es möglich, Renminbi-Zahlungen auch direkt in Frankfurt abzuwickeln“, sagt Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer. „Dies ist gerade für den exportorientierten deutschen Mittelstand von immenser Bedeutung und stellt eine erhebliche Erleichterung dar.“

Börse News: Gold, Rohstoffe

European Court Experts, Börse News

European Court Experts, Börse News

Frankfurt. Das Edelmetall Gold scheint seinen fünftägigen Abwärtstrend gestoppt zu haben, die Feinunze verteuert sich aktuell auf 1.292 US-Dollar, nach 1.280 US-Dollar am Vorabend.

Mitte März war der Goldpreis unter anderem aufgrund der Sorge vor einer Eskalation der Krise auf der Krim im Schwarzen Meer bis knapp unter 1.400 US-Dollar gestiegen. Zuletzt wich das Edelmetall aber wieder zurück und rutschte Mitte vergangener Woche wieder unter die Marke von 1.300 US-Dollar. Der jüngste Rückschlag ist laut Devisenhändlern der Geldpolitik der US-Notenbank geschuldet. Die Fed dämmt die Geldflut immer stärker ein und lieferte zuletzt Signale für eine Zinserhöhung.

Seit Beginn des Jahres hat der Goldpreis trotz des aktuellen Rückschlags aber immer noch um etwa 100 US-Dollar zugelegt.

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.285 auf 1.280 $/oz nach. Heute Morgen zieht der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong leicht an und notiert aktuell mit 1.284 $/oz um etwa 1 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien können sich weltweit leicht erholen.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Handelsblatt: „Die EU-Kommission produziert unbeirrt Gesetze – sogar, wenn sie laut eigener Experten nicht zuständig ist“.

Die Edelmetallmärkte

imageAuf Eurobasis gibt der Goldpreis leicht nach (aktueller Preis 29.888 Euro/kg, Vortag 30.309 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung.

Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der seit Anfang 2011 negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf der letzten Monate ab 2014 wieder mit einer stabileren und freundlicheren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber entwickelt sich seitwärts (aktueller Preis 19,73 $/oz, Vortag 19,75 $/oz). Platin kann zulegen (aktueller Preis 1.424 $/oz, Vortag 1.415 $/oz). Palladium entwickelt sich seitwärts (aktueller Preis 774 $/oz, Vortag 772 $/oz). Die Basismetalle zeigen sich stabil.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verbessert sich um 0,4% oder 0,3 auf 91,5 Punkte. Bei den Standardwerten steigt Eldorado 1,3%. Bei den kleineren Werten ziehen Veris 24,1% und Atna 13,6% an. Santa Fe fallen 15,8% und Eco Oro 9,8%. Bei den Silberwerten verbessern sich Arian 2,9% und Maya 2,1%. Aurcana fallen 7,2% und Sabina 7,2% zurück.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel wenig verändert.

imageDie australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen freundlicher. Bei den Produzenten steigen Millennium 18,2%, Oceana 5,9% und Evolution 5,5%. Bei den Explorationswerten verbessert sich Golden Rim 11,1%. Bassari gibt 11,1% ab. Bei den Metallwerten können Pan Australian 8,1% und Panoramic 5,0% zulegen. Discovery verlieren 8,8% und Gindalbie 5,0%.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verbessert sich um 1,3% auf 55,14 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Millennium (+18,2%), Excelsior (+7,5%) und Oceana (+5,9%). Der Fonds dürfte heute gegen den Xau-Vergleichsindex nachgeben.

Seit dem Jahresbeginn arbeitet sich der Fonds auf den 1. Platz von 79 Fonds nach oben.

In der Auswertung zum 28.02.14 verbessert sich der Fonds um 16,0% (Januar 17,4%) und damit wesentlich besser als der Xau-Vergleichsindex, der um 8,5% zulegen kann. Die im Fonds vorwiegend enthaltenden mittelgroßen Produzenten bestätigen dabei ihr Erholungspotential. Das Fondsvolumen steigt im Februar durch die Kursgewinne und Zuflüsse um über 50% von 7,7 auf 11,9 Mio Euro.

  • Gewinn im Jahr 2009: 131,1% (bester Goldminenfonds)
  • Gewinn im Jahr 2010: 81,3% (zweitbester Goldminenfonds)
  • Verlust im Jahr 2011: 22,3%
  • Verlust im Jahr 2012: 14,0%
  • Verlust im Jahr 2013: 62,9%
  • Gewinn im Jahr 2014: 36,2% (Xau-Vergleichsindex: +22,3%)
Frankfurter Börse

Frankfurter Börse

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verliert 2,1% auf 25,00 Euro. Bester Fondswert ist heute Wildcat (+2,0%). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Aurcana (-7,2%) und Sabina (-3,9%). Der Fonds dürfte heute parallel zum Hui-Vergleichsindex leicht zulegen.

In der Auswertung zum 28.02.14 verbessert sich der Fonds um 13,2% (Januar +13,4%) deutlich besser als der Hui-Vergleichsindex der um 8,4% zulegen kann. Die Silberminenaktien bleiben seit dem Jahresbeginn weiterhin leicht hinter den Goldwerten zurück. Das Fondsvolumen erhöht sich im Februar durch die Kursgewinne und Zuflüsse um über 30% von 18,8 auf 24,6 Mio Euro.

  • Gewinn im Jahr 2009: 47,9%
  • Gewinn im Jahr 2010: 60,3% (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
  • Verlust im Jahr 2011: 27,3%
  • Verlust im Jahr 2012: 3,7%
  • Verlust im Jahr 2013: 53,7%
  • Gewinn im Jahr 2014: 28,4% (Xau-Vergleichsindex +24,6%)

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verliert 0,6% auf 23,36 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Oceana (+5,9%), Evolution (+5,5%) und Panoramic (+5,0%). Belastet wird der Fonds durch den Kursrückgang der Guyana (-4,1%). Der Fonds dürfte heute gegen den Xau-Vergleichsindex nachgeben.

Seit dem Jahresbeginn präsentiert sich der Fonds als drittbester von 210 Fonds im Bereich Rohstoffaktien.

In der Auswertung zum 28.02.14 verbessert sich der Fonds mit 17,4% (Januar +17,4%) deutlich besser als der Xau-Vergleichsindex, der um 8,5% zulegen kann. Der Fonds bestätigt damit das Erholungspotential bei einer Trendwende im Goldmarkt. Das Volumen erhöht sich im Februar durch die Kursgewinne und Zuflüsse um über 60% von 2,3 auf 3,8 Mio Euro.

  • Gewinn im Jahr 2009: 12,4%
  • Gewinn im Jahr 2010: 21,8%
  • Verlust im Jahr 2011: 30,9%
  • Verlust im Jahr 2012: 20,1%
  • Verlust im Jahr 2013: 58,3%
  • Gewinn im Jahr 2014: 37,8% (Xau-Vergleichsindex +22,3%)

imageDer Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verbessert sich um 1,7% auf 20,30 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Millennium (+18,2%), Oceana (+5,9%) und Evolution (+5,5%). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Odyssey (-7,1%) und Wildhorse (-5,0%). Der Fonds dürfte heute gegen den TSX-Venture Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 28.02.14 verbessert sich der Fonds um 9,1% (Januar +7,2%) und entwickelt sich damit deutlich besser als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 5,3% zulegen kann. Der Fonds bleibt wegen der höheren Gewichtung der Basismetalle derzeit hinter den anderen Stabilitas Fonds zurück. Das Fondsvolumen steigt im Februar durch die Kursgewinne und leichte Zuflüsse um über 20% von 1,9 auf 2,3 Mio Euro an.

  • Gewinn im Jahr 2009: 73,1%
  • Gewinn im Jahr 2010: 87,4% (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
  • Verlust im Jahr 2011: 22,3%
  • Verlust im Jahr 2012: 37,1%
  • Verlust im Jahr 2013: 54,7%
  • Gewinn im Jahr 2014: 17,0% (TSX-Venture Vergleichsindex: +6,5%)

 

 

 

 

Rohstoffe – Stabilisierung trotz reger China-Nachfrage unwahrscheinlich!

image

European Court Experts analysieren Rohstoffmärkte

Rund zehn Jahre lang wurden die tendenziell steigenden Rohstoff-Notierungen vornehmlich mit dem immer höheren chinesischen Bedarf begründet. Führt man sich die Kurs-Entwicklung vieler Schätze von Mutter Natur insbesondere in 2013 vor Augen, könnte man berechtigterweise auf die Idee kommen, dass die Nachfrage aus dem Reich der Mitte regelrecht kollabiert ist. Dem ist jedoch absolut nicht so.

China zuletzt überraschend Rohstoff hungrig!

Holzernte Fröhlerhof

Holzernte Fröhlerhof

Tatsächlich legten z.B. die chinesischen Einfuhren von Eisenerz, Kohle, und Sojabohnen im letzten Jahr gegenüber 2012 zwischen etwa 8,6 und über zehn Prozent auf neue Allzeit-Hochs zu. Etwas weniger stark stiegen die Importe von Rohöl (vier Prozent). Enttäuschend entwickelten sich allerdings die Kupfer-Einfuhren, die im Großen und Ganzen stagnierten. Wenn aber die Nachfrage aus der mittlerweile weltweit zweit größten Volks-Wirtschaft so robust war, warum sind die Preise von einigen der erwähnten Rohstoffen derart heftig unter die Räder geraten?

Über-Kapazitäten belasten!

New York Stock Exchange

New York Stock Exchange

Dieses Phänomen ist primär dem Umstand geschuldet, dass in nahezu jeder Sparte der chinesischen Rohstoff-Produktion erhebliche Über-Kapazitäten herrschen. Und kurz- bzw. mittelfristig dürfte sich daran auch nicht allzu viel ändern, da Experten für dieses Jahr wegen den angestoßenen und geplanten Reformen der Wirtschaft von einem Wachstum in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (7,5 Prozent) ausgehen. Dies wird wohl nicht ausreichen, um das durch neue Minen in die Höhe schnellende Angebot aufzunehmen. Damit ist eine diesjährige Rohstoff-Hausse unwahrscheinlich.

Gold, Goldaktien

Wer zwischen Mitte 2011 und Ende 2013 auf weiter steigende Notierungen bei Gold-Aktien spekulierte, erlebte sein blaues Wunder. Denn anstatt in die Höhe zu schnellen, brachen die Kurse im Schlepp-Tau immer niedriger Gold-Preise massiv ein. Selbst Indizes wie der NYSE Arca Gold Bugs büßten in dem genannten Zeitraum mehr als 70 Prozent ein. Ausgehend von diesem Tief konnte sich das Börsen-Barometer seit Jahresbeginn dann aber wieder um knapp 40 Prozent erholen. Ist die Luft damit bis auf weiteres erst einmal raus oder lohnt auch jetzt noch ein Long-Einstieg in die Dividenden-Papiere der Produzenten des Metalls der Könige?

 

Spannungsfeld Rohstoffmärkte und Goldpreis

Spannungsfeld Rohstoffmärkte und Goldpreis

Besonderen Optimismus verbreitete in dieser Woche der Autor eines Börsen-Briefs, der in diesem Zusammenhang eine interessante Rechnung aufstellte: Angesichts des Umstands, dass Gold-Minen-Aktien die Entwicklung des Gold-Preises in der Vergangenheit mit einer Hebel-Wirkung von zwei nachvollzogen haben, attestiert der „Schreiberling“ den Titeln der Gold-Produzenten ein Aufwärts-Potenzial von 415 Prozent. Bei einer Hebel-Wirkung von zwei müsste der Gold-Preis selbst damit um mehr als 200 Prozent steigen – eine fast schon absurde Vorstellung.

Grau ist alle Theorie!

Aber die Rechnung weist auch Denk-Fehler auf. Da die Hebel-Wirkung nicht bei jedem Unternehmen zwei beträgt sondern von den Produktionskosten abhängt, könnte es sich bestenfalls um einen Mittel-Wert handeln. Darüber hinaus kommt es häufig vor, dass hausgemachte Probleme der Unternehmen dafür sorgen, dass der Aktien-Kurs selbst bei steigenden Gold-Preisen nachgibt, so dass es fast fahrlässig ist, eine derartige Prognose abzugeben.

 

Börsen News: Rohstoffe

Ölpreise gefallen

SINGAPUR (dpa-AFX) – Belastet durch einen festeren Dollar sind die Ölpreise am Freitag im asiatischen Handel erneut gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete zuletzt 106,09 US-Dollar. Das waren 36 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Ölsorte WTI sank um 59 Cent auf 98,31 Dollar.

Bohrinsel in Abenddämmerung

Bohrinsel in Abenddämmerung

Der zuletzt gegenüber allen großen Währungen gestiegene US-Dollar belastet laut Händlern die Ölpreise. Das in Dollar gehandelte Rohöl wird so für Anleger aus anderen Währungsräumen teurer. Zudem wird am Markt kurzfristig nicht mit einer Verschärfung der Krim-Krise gerechnet. So hat die EU ihre Sanktionen gegen Russland nur leicht verschärft./jsl/fbr

Aral und Rewe schmieden Allianz

BOCHUM/KÖLN (dpa-AFX) – Deutschlands größte Tankstellenkette Aral und die Nummer zwei unter den Lebensmittelhändlern Rewe planen eine Allianz. In einem Testlauf soll der Lebensmittelriese künftig an zehn Aral-Tankstellen im Raum Bochum, Düsseldorf und Köln Lebensmittelsortimente anbieten.

REWE Group kooperiert mit ARAL

REWE Group kooperiert mit ARAL

Das Konzept richte sich an Kunden mit knappem Zeitbudget, die den Tankstellenbesuch auch zum schnellen Einkauf nutzen wollten, betonten die Unternehmen. Unter dem Logo ‚Rewe ToGo‘ werden die Tankstellenshops bis zu 1200 Artikel anbieten, darunter Convenience-Produkte wie Sandwiches, Salate oder geschnittenes Obst, aber auch Nudeln, Reis, Gewürze, Öl oder Zucker. Der Feldversuch soll am 3. April beginnen und ein Jahr dauern.

Vorbild für die Tankstellenshops sind die ‚Rewe ToGo‘-Läden, die der Lebensmittelhändler in den vergangenen Monaten bereits an mehreren Bahnhöfen und Einkaufsstraßen getestet hat./rea/DP/stb

Nachwachsende Gewinne, Nachwachsende Rohstoffe

Agrarrohstoffe werden teuerer. €uro zeigt, mit welchen Produkten Anleger davon profitieren
Ein Liter Milch 2,99, eine Tafel Schokolade 5,99 und das Schnitzel 8,99 Euro. Gott sei Dank ist das noch nicht die typische Supermarkt-Rechnung. Doch die steigenden Preise für landwirtschaftliche Produkte spüren die Deutschen schon jetzt in der Geldbörse.
An den aktuellen Preiserhöhungen bei Lebensmitteln sind – anders als bisher – nicht Missernten schuld, sondern grundsätzliche Verschiebungen auf dem Markt für Nahrungsmittel. „In sechs der letzten sieben Jahre ist die weltweite Getreideproduktion hinter der Nachfrage zurückgeblieben“, weiß Lester Brown, Leiter des renommierten Earth Policy Institute, das weltweite Entwicklungen in der Agrarwirtschaft erforscht.

European Court Experts entwickeln am Fröhlerhof nachhaltige Konzepte zur Energiegewinnung. Im Bild Erweiterung der Rangierflächen

European Court Experts entwickeln am Fröhlerhof nachhaltige Konzepte zur Energiegewinnung. Im Bild Erweiterung der Rangierflächen

So unangenehm höhere Preise an der Käsetheke auch sind, mit fundamentalen Marktveränderungen lässt sich auch Geld verdienen. So wie Anleger in den vergangenen drei Jahren den steigenden Benzinkosten mit einer Investition in Energie-Aktienfonds ein Schnippchen schlagen und Renditen von bis zu 115 Prozent erreichen konnten, gibt es nun auch die Möglichkeit, an den höheren Preisen für Nahrungsmittel mitzuverdienen.

Die richtigen Produkte sind aber schwer zu identifizieren. Einerseits investieren eine Vielzahl von Zertifikaten direkt in die steigenden Notierungen von Weizen, Mais oder Kaffee. Auf der anderen Seite steht der indirekte Weg über Aktien offen, die von diesen Aufschlägen profitieren sollten.
„Wachstumstreiber sind die Innovationen und Produktivitätssteigerungen, die nötig werden, um die Nachfrage zu bedienen“, glaubt Kemal Bagci, Produktspezialist des Zertifikateanbieters DWS Go. Zu den Profiteuren zählen Hersteller von Pflanzenschutzmitteln ebenso wie Agrarkonzerne oder Landmaschinenhersteller. „Die Nachfrage nach wachsenden Rohstoffen wird zunehmen“, meint auch Eckart Keil vom Spezialisten ERA. Der Fondsberater des Stabilitas Soft Commodities sucht die Ursache dafür in Asien: „Das Bevölkerungswachstum sowie die veränderten Essgewohnheiten vieler asiatischer Konsumenten sorgen dafür.“

Reichlich Appetit. Damit hat Rohstoffspezialist Keil eine entscheidende Triebfeder der gestiegenen Nachfrage identifiziert: Reichere Menschen essen mehr Fleisch. So wie die Deutschen in Zeiten des Wirtschaftswunders Wohlstandsbäuche bekamen, verändert der Wirtschaftsboom jetzt die Küche in China. Die Asiaten verbrauchen mehr Rind-, Schweine- und Hühnchenfleisch; und damit auch mehr Futtermittel.
Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch aber verschlingt sieben bis acht Kilo Getreide. Das Earth Policy Institute erwartet für Asien einen Anstieg der Nachfrage nach Fleisch bis 2020 um 50 Prozent vom Niveau des Jahres 1997. Ein ähnlicher Trend zeichnet sich bei Milchprodukten ab. Jahrzehntelang haben Joghurt und Butter überhaupt keine Rolle auf dem asiatischen Speiseplan gespielt. Jetzt steigen die Importe nach Fernost drastisch.

European Court Experts, Energy

European Court Experts, Energy

Noch größer als Asiens Fleischhunger ist nur noch sein Energiedurst. Die Nachfrage der rasant wachsenden Volkswirtschaften Indiens und Chinas halten den Preis für Öl seit mehr als zwei Jahren über der Marke von 50 Dollar pro Barrel, derzeit notiert der Rohstoff bei 75 Dollar. Und auch dieser Trend freut die Bauern.

Denn bei diesem Preisniveau werden nachwachsende Energieträger als Ersatztreibstoff interessant. Die Regierung der USA erhofft sich vom Biosprit mehr Unabhängigkeit von den Öllieferungen aus politisch instabilen Ländern wie Saudi-Arabien, Venezuela und Nigeria und fördert vor allem den Anbau von Mais für die Ethanolproduktion. Wenn die 79 im Bau befindlichen und 200 geplanten Ethanoldestillerien fertiggestellt sind, steigt der Getreidebedarf auf 139 Millionen Tonnen jährlich. Das entspricht rund 60 Prozent der derzeitigen Jahresproduktion der USA. Wenn aber immer mehr Flächen für den Anbau nachwachsender Energie-Rohstoffe genutzt werden, verringert sich das Areal, das für die Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung steht. Überdies werden in wichtigen Agrarländern wie Australien, USA und China die landwirtschaftlich genutzten Gebiete kleiner. „Die Anbauflächen in China schrumpfen, weil gerade die jungen Bauern in die Stadt gehen“, erklärt Eckart Keil. „Hinzu kommen die immensen Umweltprobleme und die fortschreitende Verwüstung großer Flächen.“

Terminprobleme. Steigende Nachfrage, Engpässe beim Angebot: Die aktuellen Preisschübe sind bei vielen Soft Commodities, also „weichen Rohstoffen“, wie Agrarprodukte an den Kapitalmärkten genannt werden, erst der Anfang. Doch bisher gibt es für Privatanleger nur wenige geeignete Produkte, um am Rohstoffboom zu partizipieren.
Direkte Investments haben den Vorteil, dass sie kaum mit anderen Assetklassen korrelieren und so einen Risikoausgleich im Depot schaffen. Aber die Masse der Rohstoffzertifikate hat bislang nur unzureichend von den steigenden Preisen profitiert. So legte der Preis für Weizen an der Chicagoer Rohstoffbörse CBOT seit Jahresbeginn zwar um rund 30 Prozent zu. Ein ABN-Zertifikat auf Weizen konnte im gleichen Zeitraum aber nur 14 Prozent gewinnen. Das Problem: Wie die meisten Rohstoffe werden auch Weizen und Co über Terminkontrakte, sogenannte Futures, gehandelt. Mit ihnen erwirbt man das Recht, eine bestimmte Warenmenge in drei, sechs, neun Monaten – die Staffelung der Laufzeiten geht bis zu mehreren Jahren – zu erhalten. Da Zertifikateanbieter die Ware natürlich nicht wirklich haben wollen, müssen sie, wenn sich der Liefertermin nähert, in einen neuen Kontrakt mit längerer Restlaufzeit wechseln.

Dieser „Rollvorgang“ kann sich für den Anleger positiv oder negativ auswirken. Wenn etwa der Preis für den neuen Future unter dem alten liegt, werden die gleiche Anzahl von Futures günstiger eingekauft, der Anleger verzeichnet Rollgewinne. Wenn umgekehrt die neuen Futures teurer sind, entstehen Rollverluste.
Diese Situation am Futuremarkt heißt Contango und tritt an den Märkten für Agrarrohstoffe weitaus häufiger auf als die sogenannte Backwardation, also der Rollgewinn: Die Rohstoffexperten von Goldman Sachs haben den Zeitraum von März 1983 bis heute untersucht. Das Ergebnis: Weizen-Futures befanden sich zu 72 Prozent in Contango; für Mais und Soja sind die Werte noch ungünstiger. Deshalb fahren viele Zertifikate bei Agrarrohstoffen regelmäßig Rollverluste ein.

Die richtigen Produkte. Das von Goldman Sachs im März aufgelegte Bonuszertifikat auf einen Rohstoffkorb aus Weizen, Zucker, Mais und Soja vermeidet dagegen jegliche Rollverluste. Denn das Papier hat eine feste Laufzeit von vier Jahren und die Gelder werden nur einmal in einen Vier-Jahres-Kontrakt investiert.
Auch die Zertifikate der UBS auf den CMCI Agriculture mildern die Gefahr von Rollverlusten, weil sie ständig in spätere Kontrakte investieren. So wird eine konstante durchschnittliche Restlaufzeit der Futures von sieben Monaten beziehungsweise einem Jahr gehalten.

Wer der Rollproblematik gänzlich entfliehen möchte, muss in Aktien anlegen. Hier bieten sich drei Produkte an. Das DWS Go Agrikultur Aktiv Zertifikat investiert in einen Aktienindex von Unternehmen, die hauptsächlich für Produktivitätssteigerungen im Agrarsektor sorgen. Beispiele sind der deutsche Düngespezialist K+S oder der amerikanische Saatgutkonzern Monsanto. Mit ständiger Überprüfung der Portfolios und einer Managementgebühr von 1,5 Prozent pro Jahr ist das Produkt fast schon ein kleiner Aktienfonds.
Die DWS, Fondsgesellschaft der Deutschen Bank, hat auch einen richtigen Aktienfonds mit dem Thema Agrikultur im Angebot. Der DWS Global Agribusiness setzt auf Produzenten von Agrarstoffen und Saatguthersteller, aber auch auf Aktien, die in angrenzenden Sektoren wie Logistik und Finanzierung beheimatet sind. Wichtig ist, dass ein relevanter Teil des Umsatzes von der Entwicklung im Agrarsektor abhängt. Der brasilianische Containerhafen Santos ist eine der größten Positionen, weil die wachsenden Rohstoffexporte Brasiliens zu Engpässen in der Logistikkette geführt haben.

Da ist der Stabilitas Soft Commodities etwas enger gefasst. Eckart Keil berät den Fonds und analysiert genau, welche Unternehmen der Wertschöpfungskette wirklich von steigenden Rohstoffpreisen profitieren. „Steigende Maispreise sind zwar gut für Unternehmen, die Mais anbauen, aber schlecht für Viehzüchter, deren Futterpreise steigen“, betont Keil.
Der Stabilitas-Fonds investiert hauptsächlich in Agrarproduzenten. Anders imageals die DWS, die eine Marktkapitalisierung von mindestens 200 Millionen Dollar für das Zertifikat und 500 Millionen Dollar für den Fonds bei ihren Zielunternehmen verlangt, hat der noch kleine Stabilitas-Fonds keine Investitionsrestriktionen. Unter den größten Positionen befinden sich exotische Titel wie das kanadische Waldunternehmen Sino-Forest und Australian Agriculture, die größte Rinderzucht Australiens.
Die geringe Auswahl an sinnvollen Produkten zeigt, dass der Trend noch jung ist. Gleichwohl haben vor allem institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Stiftungen bereits in Weizen und Co investiert. Ein gutes Zeichen.

Dieselpreis fällt auf tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren

BERLIN (dpa-AFX) – Die Autofahrer in Deutschland müssen für einen Liter Diesel nur noch so viel bezahlen wie im August 2011. Der Dieselpreis sei mit durchschnittlich 1,34 Euro je Liter auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren gefallen, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Freitag in Berlin mit. Das seien sechs Cent je Liter weniger als vor einem Jahr. Auch der Benzinpreis bewege sich mit ungefähr 1,47 Euro nahe an seinem Zwei-Jahres-Tief. Der deutsche Tankstellenmarkt reagiere damit auf niedrigere Ölnotierungen und gesunkene Beschaffungskosten für Benzin und Diesel. Europäern komme der starke Euro zugute, der Rohölimporte verbillige./egi/DP/stb